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Analyse

Soja: Preise kommen unter Druck

von , am
17.02.2014

Die Sojapreise gaben am letzten Freitag in Chicago nach. Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Freitag hingegen kräftig zugelegt.

© landpixel
 
Die Sojapreise gaben am letzten Freitag in Chicago nach. Am Tag zuvor hatte es jedoch einen kräftigen Aufschlag von 1,6 % gegeben. Ein Grund für den Preisrückgang am Freitag war offenbar die Prognose des USDA über eine Anbauausweitung bei Soja in den USA sowie deutlich fallende Sojapreise im kommenden Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig haben sich die Wetteraussichten in Südbrasilien (Regen und kühler) deutlich verbessert.
 
Sojapreise sind trotz Preisrückgang hoch
Der Märzkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (14.02) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 358,6 Euro/t (1337,4 Ct/bu) und der Maitermin kostete am Ende des Handelstages 354 Euro/t (1325 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen knapp 1 % weniger asl am Vortag, jedoch (trotz des Preisrückgangs) ähnlich viel wie am Montag der letzten Woche. Gleichzeitig liegen die US-Soja-Preise (Märzkontrakt) weiter über der für technische Analysten wichtigen 10-Tage-Linie (1318 Ct) und zudem auch den der 20-Tage-Durchschnitt (1302 Ct) sowie über der 40 Tage-Linie (1301 Ct).
 
US-Sojaexporte brechen ein, Gesamtexporte jedoch groß
Für die letzte Woche meldete das USDA nur noch Exportverkäufe bei Sojabohnen von 174.000 t. Diese Menge verfehlte die Analystenerwartungen von 450.000 t bis 1.100.000 t deutlich und lag zudem unter der Ausfuhrmenge der Vorwoche von 577.000 t. Allerdings summieren sich die US-Ausfuhren bislang schon auf 43,2 Mio. t gegenüber 34,0 Mio. t im letzten Jahr. Damit wurden die eigentlich vom USDA erwarteten Gesamtausfuhren für das laufende Wirtschaftsjahr von knapp 41 Mio. t bereist deutlich übertroffen. Auch die Schrotausfuhren der Amerikaner gingen letzte Woche deutlich zurück, lagen mit insgesamt 7,07 Mio. t jedoch weiter über dem guten Vorjahreswert von 6,86 Mio. t.
 
Rapspreise in Europa kräftig gestiegen
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Freitag (14.02) füd en vorderen Termin kräftig zugelegt und blieben sonst fast unverändert. Der Maitermin beendete den Handel mit 383 Euro und der Augustkontrakt notierte bei 361 Euro. Damit kostete der Mai-Raps in Paris rund knapp 5 Euro mehr als am Vortag und etwa 7 Euro mehr als in der Woche zuvor. Im deutschen Großhandel legten die Rapspreise zuletzt zu. Für den Februar bewegen sich die Kurse je nach Region zwischen 376 Euro und 383 Euro/t. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Preise im Großhandel rund 3 Euro zugelegt.
 
Kanadischer Raps hat weiter verloren
Die Rapspreise in Kanada haben am Freitag (14.02) ebenfalls zugelegt. Mit umgerechnet knapp 265 Euro/t (398 CAD) notierte der Märztermin in Kanada allerdings trotz unterhalb der in der letzten Woche nach unten durchbrochenen 400-CAD-Linie. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Preise um 18 Euro nachgegeben. Der Maikontrakt kostete 272 Euro (409 CAD) und damit ebenfalls 18 Euro weniger als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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