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Analyse

Soja/Raps: Druck auf die Sojapreise nimmt zu

von , am
27.01.2014

Mit festeren Kursen bei Sojabohnen und nachgebenden Preisen bei Raps/Canola ist die letzte Woche zu Ende gegangen.

© landpixel
 
Mit festeren Kursen bei Sojabohnen und nachgebenden Preisen bei Raps/Canola ist die letzte Woche zu Ende gegangen. Trotz der Preiserholung am Freitag kosteten die Sojabohnen vor dem Hintergrund einer sehr groß erwarteten südamerikanischen Ernte fast 3 % weniger als in der Vorwoche. Am heutigen Montag Vormittag (27. 01.) bewegten sich die Preise für Soja seitwärts und Raps/Canola legte ganz leicht zu.
 
US-Sojaexport erneut über den Erwartungen
Trotz des für den Sojamarkt weiterhin bärischen Wetters in Südamerika legten die Sojapreise am letzten Freitag (24.01) in Chicago zu. Gleichzeitig gaben die Rapspreise in Kanada wegen des anhaltenden Drucks auf die Transport- und Lagerlogistik nach. Die Sojapreise in den USA haben am Freitag vor allem wegen der erneut über den Analystenerwartungen liegenden Exportdaten um knapp1,0 % zugelegt. Dabei hatten die Berichte über Abbestellungen von 300.000 t Soja durch China zum Beginn des Tages die Preise zunächst sogar unter Druck gesetzt. Im weiteren Tagesverlauf meldete das USDA für die aktuelle Woche Exportverkäufe von 703.000 t. Diese Menge übertraf die Analystenerwartungen von 300.000 t bis 625.000 t, und war etwa so groß wie in die Ausfuhrmenge der Vorwoche mit 701.000 t. Bislang summieren sich die US-Ausfuhren auf 42,15 Mio. t gegenüber 32,94 Mio. t im letzten Jahr und haben damit auch die vom USDA eigentlich erwarteten Gesamtausfuhren schon erreicht. Auch die Schrotausfuhren der Amerikaner liefen mit 241.000 t weiter gut und lagen mit insgesamt 6,69 Mio. t über dem sehr guten Vorjahreswert von 6,39 Mio. t.
 
Sojapreise trotz Erholung, niedriger als letzte Woche
Der Märzkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (24.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 345 Euro/t (1284 Ct/bu) und der Maitermin kostete am Ende des Handelstages knapp 341 Euro/t (1270 Ct/bu). Trotz der Preiserholung am Freitag kosteten die Bohnen angesichts einer derzeit sehr groß erwarteten südamerikanischen Ernte fast 3 % weniger als in der Vorwoche. Außerdem bewegen sich die US-Soja-Preise (Märzkontrakt) weiterhin unter der für technische Analysten wichtigen 10-Tage-Linie (1294 Ct) und zudem auch unter der 20-Tage-Durchschnitt (1292 Ct) sowie sogar sehr deutlich unter der 40 Tage-Linie (1304 Ct).
 
Rapspreise in Europa und Kanada etwas schwächer
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Freitag (24.01) leicht nachgegeben. Der Februartermin beendete den Handel mit 358,00 Euro und der Maikontrakt mit 356,25 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 0,50 Euro weniger als am Vortag und 2 Euro weniger als in der Woche zuvor. Im deutschen Großhandel blieben die Rapspreise am Freitag stabil. Für den Februar bewegen sich die Kurse je nach Region zwischen 360 Euro und 366 Euro/t. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Preise im Großhandel rund 3 Euro verloren. Die Rapspreise in Kanada haben am Freitag (24.01) erneut nachgegeben. Mit umgerechnet 280 Euro/t (425 CAD) notierte der Märztermin in Kanada nur noch knapp über der Marke von 280 Euro. Vergleich zur Vorwoche haben die Preise erneut rund 10 Euro verloren. Der Maikontrakt kostete mit 287 Euro (435 CAD) und damit 10 Euro weniger als letzte Woche und zudem weniger als 290 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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