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Analyse

Soja/Raps: Preise für Raps- und Soja behaupten sich

von , am
19.05.2014

Deutlich besser als Getreide haben Raps und Soja den Preisdruck der letzten Woche an den Märkten überstanden

Der Raps konnte 0,75 Euro gewinnen und schloss bei 376,50 Euro je Tonne. © landpixel/Beuermann
 
Deutlich besser als bei Getreide haben Raps und Soja den Preisdruck der letzten Woche an den Märkten überstanden. Allerdings gab es im Wochenverlauf ebenfalls kräftige Preisausschläge in beide Richtungen. Am heutigen Montag geben die Rapspreise an der MATIF allerdings nach, während sich Raps/Canola in Kanada im vorbörslichen elektronischen Handel leicht verteuert und sich die Sojabohne in Chicago für die vorderen Termine wenig verändert und für die hinteren Termine im Plus liegt. Zumindest für die vorderen Termine sorgt die sehr enge Versorgung am US- Markt dafür, dass sich die Preise gut behaupten. Die kommende US-Ernte soll jedoch einen neuen Rekord bringen und könnte deshalb die Preise an den Ölsaatenmärkten noch einmal kräftig unter Druck setzen.
 
Sojapreise halten bisher ihr Niveau
Am US-Terminmarkt haben die Sojapreise am Donnerstag und Freitag (16.05) mit Verlusten geschlossen, in den Tagen zuvor jedoch mit einem Plus. Im laufenden Handel am Montag (MEZ) notieren die Bohnen in den USA für die vorderen Termine zunächst wenig unverändert und für die neue Ernte sogar leicht im Plus. Am Ende der letzten Woche hatten sich die Sojapreise ungeachtet der kräftigen täglichen Schwankungen kaum verändert. Der Julikontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (16.05)  in Chicago bei umgerechnet 390 Euro/t (1467 Ct/bu) und der Augusttermin kostete am Ende des Handelstages 373 Euro/t (1403 Ct/bu). Die nächste US-Ernte (November) wurde am Donnerstag mit 326 Euro/t (1226 Ct/bu) gehandelt. Gegenüber der letzten Preisspitze von Ende April sind die Sojapreise in Chicago derzeit nur knapp 4 % niedriger.
 
Kanadische Rapspreise (Canola) seitwärts
In Kanada haben sich die Rapspreise letzte Woche mit den Sojapreisen behauptet. Umgerechnet 324 Euro/t (485 CAD) kostete der Julitermin in Kanada am Freitag. Im Vergleich zum Wochenanfang hatte der kanadische Raps damit etwa 5 CAD verloren. Die neue Ernte (November) wurde am Freitag (16.05) mit 321 Euro (480 CAD) gehandelt und damit 6 CAD billiger wie zum Beginn der Woche. Die Aussaat von Canola (Sommerraps) hat jedoch in den Prärieprovinzen Kanadas wegen des sehr langen Winters noch nicht oder gerade erst begonnen. Im vorbörslichen elektronischen Handel lagen die Rapspreise am Montag in Kanada 2 bis 4 CAD im Plus.
 
/strong>EU-Rapspreise starten etwas schwächer
Die Rapspreise (für die neue Ernte) haben sich am europäischen Terminmarkt im Wochenverlauf ebenfalls behauptet. Der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Freitag (16.05) bei knapp 360 Euro. Damit kostete neue Ernte in Paris rund 3 Euro mehr als zum Beginn der Woche. Am Montag gaben die Rapspreise an der MATIF (trotz der stabilen aus Überesse) zunächst um rund 3 Euro auf 357 Euro/t nach.
 
Großhandelspreise halten sich stabil
Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen letzte Woche für die alte Ernte (Mai) überwiegend zwischen 381 Euro und 385 Euro und für die neuen Ernte (August) zwischen 349 und 351 Euro/t. Sowohl für die alte als auch für die neue Ernte sind die Preise damit im Wochenverlauf um relativ stabil geblieben.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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