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Analyse

Soja/Raps: Raps erholt sich kräftig, Soja wieder unter Druck

von , am
12.03.2014

Die stärksten Verluste verzeichneten am Montag nach dem USDA-Report die Preise für Soja und Raps.

© Vibe images/fotolia.de
 
Die stärksten Verluste verzeichneten am Montag nach dem USDA-Report die Preise für Soja und Raps. Davon war am gestrigen Dienstag keine Rede mehr. Insbesondere der europäische Raps der neuen Ernte verteuerte sich wieder kräftig und für Soja legten vor allem die hinteren Termine ab August kräftig zu, während es für die Zeitraum März bis Juli noch einmal ganz leichte Abschläge gab. Grund für die Entwicklung bei Soja ist die etwas veränderte Einschätzung zu den Exportmöglichkeiten der Südamerikaner und der Nachfrage nach US-Soja. Am heutigen Mittwoch lagen die Kurse für Soja und Raps im elektronischen vorbörslichen Handel in Übersee allerdings wieder im tiefroten Bereich.
 
Erholung am Dienstag, Schwäche am Mittwoch
Für Sojabohnen gaben die Kurse in Chicago für die Termine März bis Juli am Dienstag nochmals moderat um 0,5 % nach und verteuerten sich für den Zeitraum ab August 2014 relativ deutlich. Am Ende des Handelstages kostete Märzkontrakt noch 374,02 Euro (1411,4 Ct/bu) und der Mai 374,42 Euro (1413 Ct/bu). Die neue Ernte (November) wurden mit einem Aufschlag von knapp 1 % mit 315,20 Euro (1189,4 Ct) gehandelt. Damit liegen die erwarteten Preise für die neue US-Ernte rund 64 Euro oder 17 % unter dem derzeitigen Niveau. Im elektronischen vorbörslichen Handel lagen die Sojapreise am US-Terminmarkt am Mittwoch Vormittag allerdings erneut deutlich mit 1,7 % im Minus. Grund für den aufkommenden Preisdruck waren Abbestellungen Chinas von mehrern Lieferungen Sojabohnen aus den USA.
 
Neue Rapsernte teurer, Mittwoch wieder runter?
Die Rapspreise in Europa haben sich nach dem kräftigen Abschlag vom Montag am Dienstag deutlich erholt. Vor allem für die die neue Ernte stiegen die Preise wieder kräftig an. Auch der Maikontrakt übersprang erneut die Marke von 410 Euro. Mit einem Aufschlag von 1,25 Euro blieb die Korrektur jedoch relativ moderat. Für die neue Ernte (August) kletterten die Kurse jedoch wieder um durchschnittlich 6 Euro auf 371 Euro nach oben. Auch in Kanada legten die Rapspreise für den Maitermin um 2,0 % auf 452 CAD (294 Euro) zu. Die neue Ernte kostete mit 478 CAD (310 Euro) 8 CAD mehr. Im elektronischen vorbörslichen Handel lagen die Rapspreise am kanadischen Terminmarkt am Mittwoch Vormittag allerdings deutlich im Minus. Den fallenden Soja- und Canolapreisen dürfte sich wohl auch der europäische Raps nicht entziehen können.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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