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Analyse

Soja/Raps: Südamerika gibt die Richtung vor

von , am
06.01.2014

Trotz der starken US-Exporte werden die Bohnenpreise durch die Entwicklung in Südamerika bestimmt

© Beuermann/landpixel
 
Die Preise für Sojabohnen haben am US-Terminmarkt in Chicago am Freitag (03.01) leicht zugelegt. Grund waren die erneut über den Erwartungen liegenden Exportzahlen der US-Amerikaner. Während Analysten für die letzte Jahreswoche Ausfuhren von 0,4 bis 0,9 Mio. t geschätzt hatten, meldete das USDA Exporte von 0,943 Mio. t. Insgesamt haben die Amerika damit in diesem Wirtschaftsjahr schon 40,6 Mio. t Soja ins Ausland verkauft und damit rund 10 Mio. t mehr im letzten und eben so viel wie das USDA bisher für das gesamte Wirtschaftsjahr erwartet.
 
Südamerika drückt auf die Preise
Trotz der starken US-Exporte werden die Bohnenpreise jedoch durch die Entwicklung in Südamerika bestimmt. Anhaltende Regenfälle und nahezu optimales Wetter in Argentinien und Südbrasilien verbessern die Ernte- und Exportaussichten für die beiden südamerikanischen Länder. Damit zeichnet sich auch eine deutliche Entspannung der globalen Versorgungslage ab dem Frühjahr ab. Der Januarkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (03.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 348 Euro/t (1289,2 Ct/bu) und der Märztermin kostete 343 Euro/t (1271 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen gut 3 % weniger als Ende Dezember und sogar gut 5 % weniger als Mitte Dezember. Die letzte Preisspitzte von Anfang September wird um 8 % verfehlt. Am Montag Vormittag (MEZ) bewegten sich die Sojapreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA leicht im Minus.
 
Kanadischer Raps bewegt sich seitwärts
Die Rapspreise in Kanada haben in den ersten beiden Handelstagen des neuen Jahres behauptet bzw. leicht zugelegt. Mit umgerechnet nur noch 299 Euro/t (433,10 CAD) lag der Januartermin in Kanada (trotz des etwas schwächeren Euros) immer noch knapp unter die Marke von 300 Euro. Der Märzkontrakt wurde mit 305 Euro (450 CAD) weiterhin knapp über der 300-Euro-Marke gehandelt. Am Montag Vormittag (MEZ) lagen die kanadischen Rapsreise im vorbörslichen elektronischen Handel allerdings leicht im Plus.
 
Rapspreise in Europa kaum verändert
Die Rapspreise in Europa haben am letzten Freitag (03.01) für den vorderen Termin leicht zugelegt. Der Februartermin beendete den Handel mit 366,50 Euro und der Maikontrakt mit 362 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 1,25 Euro weniger als am Vortag, aber gut 1 Euro weniger Ende Dezember. Der Maikontrakt hat gegenüber der letzten Dezemberwoche Vorwoche sogar 3 Euro verloren. Am Montag Vormittag (06.01) bewegten sich die vorderen Kurse an der Matif zunächst leicht im grünen Bereich (+1).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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