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Analyse

Soja/USA: Anbauausweitung verstärkt Preisdruck

von , am
21.02.2014

Derzeit ist das für 2014/15 erwartete Preisniveau rund 24 % niedriger als 2013/14 und 33 % niedriger als vor zwei Jahren.

© landpixel
 
Bei Soja erwartet das USDA für 2014 eine Anbaufläche von etwa 79,5 Mio. Acres (32,19 Mio. ha). Im Vergleich zur letzten Schätzung von 78 Mio. Acres (31,58 Mio. ha) ist dies nochmals eine recht deutliche Zunahme der Anbaufläche um 1,5 Mio. Acres. Gleichzeitig erweitern die US-Farmer den Anbau im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2013/14 um 3,0 Mio. Acres (1,21 Mio. ha) oder 3,9 %. Im vorigen Jahr wurden Sojabohnen nur auf 76,5 Mio. Acres ( 31.3 Mio. ha) ausgesät. Gegenüber der Aussaatfläche von vor zwei Jahren (2012/13) mit 77,2 Mio. Acres beträgt der aktuelle Zuwachs immer noch 2,9 %. Im historischen Vergleich ist dies zudem die bislang größte Ausaatfläche für Soja überhaupt und macht damit 2014/15 eine neue Rekordernte möglich.
 
Sojapreise fallen um ein Viertel
Das USDA rechnet vor dem Hintergrund eines deutlichen Produktionszuwachses für das Wirtschaftsjahr 2014/15 nur noch mit Sojapreisen von 9,65 USD/Bushel (259 Euro/t). Im Wirtschaftsjahr 2013/14 lagen die Preise durchschnittlich noch bei 12,70 USD/Bushel (340 Euro/t) und vor zwei Jahren kosteten Sojabohnen im Mittel des Wirtschaftsjahres 14,40 USD/Buschel (386 Euro). Damit ist das für 2014/15 erwartete Preisniveau rund 24 % niedriger als 2013/14 und 33 % niedriger als vor zwei Jahren (2012/13). Die langfristige USDA-Prognose war noch von einem etwas geringeren Rückgang auf 9,75 USD/Bushel (261 Euro/t) ausgegangen.
 
Dr. Olaf Zinke (oz) / Redaktionsleiter marktkompass
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