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Analyse

Starker US-Export stützt Sojapreise, Raps seitwärts

von , am
20.01.2014

Trotz der für die aktuelle Woche erwarteten Regenfälle in Argentinien blieb der Markt für Soja und auch für Raps in Europa und Kanada am Freitag fest.

© landpixel
 
Trotz der für die aktuelle Woche erwarteten Regenfälle in Argentinien blieb der Markt für Soja und auch für Raps in Europa und Kanada am Freitag fest. Allerdings waren die Rapspreise in Kanada wegen des immensen Angebotsdrucks auf die Transport- und Lagerlogistik sowie wegen der bislang unter den Erwartungen bleibenden Exporte in den letzten 6 Wochen um 15 % gefallen. Die Sojapreise haben sich am Freitag vor allem wegen der anhaltend starken US-Exporte behauptet. Diese lagen allein in der letzten Woche bei 701.000 t. Bislang summieren sich die US-Ausfuhren auf 41,4 Mio. t gegenüber 32,6 Mio. t im letzten Jahr und haben damit auch die vom USDA eigentlich erwarteten Gesamtausfuhren schon erreicht. Auch die Schrotausfuhren der Amerikaner laufen weiter sehr stark und liegen mit 6,4 Mio. t ebenfalls über dem sehr guten Vorjahreswert von 6,17 Mio. t. Nach Einschätzung der Analysten von Informa Economics könnte der Sojaanbau in den USA in diesem Jahr um 6,1 % oder 1,93 Mio. ha auf 32,9 Mi. ha wachsen.
 
Sojapreise halten weiter ihr Niveau
Der Märzkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (17.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 357 Euro/t (1316,4 Ct/bu) und der Maitermin kostete am Ende des Handelstages knapp 352 Euro/t (1297,2 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen vor dem Hintergrund reger US-Exporte nochmals 0,1 % mehr als am Vortag, jedoch gut 1 % mehr als zum Beginn der Woche. Außerdem liegen die US-Soja-Preise (Märzkontrakt) deutlich über der für technische Analysten wichtigen 10-Tage-Linie (1287 Ct) und zudem auch über dem 20-Tage-Durchschnitt (1298 Ct) sowie über der 40 Tage-Linie (1303 Ct).
 
Rapspreise in Europa und Kanada behauptet
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Freitag (14.01) mit den Sojapreisen behauptet. Der Februartermin beendete den Handel mit 360,50 Euro und der Maikontrakt mit 356,00 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 0,25 Euro mehr als am Vortag. Im deutschen Großhandel gaben die Rapspreise am Freitag leicht nach. Für den Februar bewegen sich die Kurse je nach Region zwischen 363 Euro und 370 Euro/t. Die Rapspreise in Kanada haben am Freitag (17.01) hingegen leicht zugelegt. Mit umgerechnet 290 Euro/t (431 CAD) notierte der Märztermin in Kanada knapp über der Marke von 290 Euro. Der Maikontrakt kostete mit 297 Euro (423 CAD) ebenfalls weniger als 300-Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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