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Analyse

Südamerika bestimmt Preise für Raps und Soja

von , am
09.03.2015

Die Rapspreise sind im Verlauf der letzten Woche deutlich zurückgegangen.Die aktuelle Woche beginnt für den Raps zunächst mit steigenden Preisen und für die Sojabohne ebenfalls leicht im Plus.

© Beuermann/landpixel
 
Die Rapspreise sind im Verlauf der letzten Woche deutlich zurückgegangen. Das trifft sowohl für den Terminmarkt aus auch für den Kassamarkt zu. Hauptgrund waren die um gut 5 % gefallenen Preise für Sojabohnen am Terminmarkt in den USA. Die aktuelle Woche beginnt für den Raps zunächst mit steigenden Preisen und für die Sojabohne ebenfalls leicht im Plus. Neue Bewegung in den internationalen Ölsaatenmarkt dürfte am Dienstag Abend der neue USDA-Report bringen. Händlern und Analysten geht es vor allem um die Größe der aktuellen Sojaernten in Brasilien und Argentinien sowie die erwarteten Exporte von Bohnen, Schrot und Öl. Außerdem aktualisiert am Dienstag die staatliche brasilianische Getreideagentur CONAB ihre Einschätzung zur brasilianischen Sojaernte.
 
Rapspreise beginnen die Woche im Plus
Die Rapsreise sind am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche um etwa 8 Euro oder rund 2 % zurückgegangen. Bereits am vergangenen Freitag konnten sich die Kurse jedoch wieder etwas erholen. Der Maitermin beendete den Handel bei 362,50 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,2 % % höher als am Vortag (361,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 355,0 Euro und damit 2,0 Euro mehr als am Vortag (353,0 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Aufschlag von 1,25 Euro bei 356,25 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 7,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,75 Euro niedriger. Am Montag (09.03) beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Raps (Maikontrakt) mit einem weiteren Plus von 2,0 Euro bei 364,50 Euro/t. Der August (neue Ernte) beginnt den Handel am Montag mit einem Plus von 1,50 Euro bei 356,50 Euro.
 
Rapspreise erholen sich auch am Kassamarkt
Am deutschen Kassamarkt haben die Rapspreise im Verlauf der letzten Woche ebenfalls 6 bis 8 Euro nachgegeben und konnten sich dann zum Ende der Vorwoche und zum Beginn der neuen Woche wieder erholen. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen im Wochenvergleich an den Großmärkten Hamburg und Mannheim am Montag (09.03) zwischen 368 Euro und 369 Euro (Vw. 370 Euro und 371 Euro) und am Mittelandkanal bei 362 Euro (Vw. 365 Euro). Das sind noch rund 2 Euro niedrigere Preise als eine Woche zuvor. Für den Raps der neuen Ernte (August) werden aktuell 352 Euro (MLK) bis 357 Euro (MH) geboten (Vw. 349 Euro und 357 Euro) und damit im Prinzip unveränderte Preise zu Vorwoche und etwa 10 Euro unter dem aktuellen Niveau. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (09.03) bei 366 Euro und damit 1 Euro niedriger als vor einer Woche (367 Euro).
 
Sojapreise zuletzt sehr kräftig gefallen
Die Sojapreise sind in den USA im Wochenvergleich kräftig um rund 5 % gefallen und sind zudem sehr deutlich unter die Marke von 1000 Ct je Buschel gerutscht. Der Maikontrakt notierte bei 333 Euro (985 Ct/bu) und der Juli bei 335 Euro/t (990,4 Ct/bu). Die neue US-Ernte (November) kostete am Freitag mit 326 Euro/t (965,2 Ct). Am Montag Mittag (MEZ) notieren die Sojapreise leicht im Plus. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (06.03) für die Verladung im März knapp 388 USD/t (357 Euro/t) und für den April 387 USD/t (356 Euro) und damit 7 bis 12 USD weniger als letzte Woche. Südamerikanische Sojabohnen werden an den dortigen Exporthäfen für den April im Schnitt mit 373 USD/t angeboten und damit 7 USD/t preiswerter als in Vorwoche und 15 USD billiger als die Ware aus den USA.
 
US-Sojaexporte ziehen noch einmal an
Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen und Schrot sind in der letzten Woche wieder gestiegen. Bei Sojabohnen lag die Netto-Verkaufsmenge der USA letzte Woche bei 499.500 t. Im Vergleich zu den Exportverkäufen von 459.200 t in der Vorwoche sind die Exportverkäufe um 9 % höher. Bei Sojaschrot meldete man für die letzte Woche allerdings nur Nettoverkäufe von nur 130.200 t, nach 6.400 t in der Woche zuvor. Insgesamt haben die USA damit bis zum aktuellen Termin rund 47,62 Mio. t Sojabohnen ins Ausland verkauft. Im vorigen Wirtschaftsjahr 2013/14 lag die (bereits sehr hohe) US-Ausfuhrmenge zum aktuellen Termin bei 44,2 Mio. t und war knapp 8 % oder 3,4 Mio. t kleiner. Sojaschrot wurden bislang 8,98 Mio. t ins Ausland verkauft. Im vorigen Wirtschaftsjahr waren es zu diesem Termin 7,6 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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