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Analyse

USA: (Fast) Kein Aussaatfortschritt bei Soja

von , am
06.05.2014

Anfang Mai haben die Farmer in den USA lediglich 5 % (1,6 Mio. ha) der in diesem Jahr erwarteten Rekordanbaufläche bei Sojabohnen bestellt.

© Werkbild Bayer
 
Anfang Mai haben die Farmer in den USA lediglich 5 % (1,6 Mio. ha) der in diesem Jahr erwarteten Rekordanbaufläche bei Sojabohnen bestellt und liegen damit unter dem langjährigen Mittel. Im letzten Jahr (2013) hatte man zu diesem Termin allerdings erst 2 % der geplanten Flächen bestellt. Im langjährigen Mittel lag der Aussaatfortschritt jedoch bei 11 %. Diese Daten zeigt das aktuelle Crop-Monitoring vom 04. Mai 2014 zum Aussaatfortschritt beim weltweit größten Produzenten und Exporteur. Für dieses Jahr planen die Farmer nach den letzten Schätzungen des USDA den Anbau auf einer Rekordfläche von 32,99 Mio. ha (81,49 Mio. Acres) und damit auf einer rund 2 Mio. ha größeren Fläche als im letzten Jahr (30,98 Mio. ha / 76,53 Mio. Acres).
 
Keine Aussaat im Norden
Bislang haben die Farmer aus den sechs wichtigsten Anbaustaaten witterungsbedingt lediglich in Nebraska nennenswerte Fortschritte bei der Aussaat erzielt. Dagegen war in Iowa, Illinois, Minnesota, Norddakota und Missouri bis zum 04. Mai kein oder sehr wenig Soja im Boden. Bis 04. Mai hatten die US-Farmer in Iowa 1 % (Vorwoche 0 %), in Illinois 3 % (Vw. 2 %), in Minnesota 0 % (Vw. 0 %) %, in Missouri 4 % (Vw. 0 %), Norddakota 0 % (Vw. 0 %) sowie in Nebraska 11 % (Vw. 6 %) des Soja ausgesät. In den genannten Staaten liegt die geplante Aussaatfläche 2014 zwischen 2,2 Mio. ha (Nebraska) und 3,9 Mio. ha (Iowa). Zusammen kommen diese 6 Bundesstaaten auf mehr als 50 % der gesamten US-Sojafläche.
 
Abschlag auf die Neue Ernte derzeit 15 %
Am Terminmarkt in Chicago haben die Sojapreise am Montag (05.05) für den Maitermin um knapp 1,0 % auf umgerechnet 388,3 Euro/t ( 1472 Ct/bu) nachgegeben. Der Julikontrakt verbilligte sich auf 386 Euro/t (1463 Ct/bu) und die neue Ernte (November) kostete 323,8 Euro/t (1227 Ct/bu) und damit rund 16 % bzw. 64 Euro weniger als die aktuell gehandelten Sojabohnen. Am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Preise im vorbörslichen elektronischen Handel erneut rund 1 % im Minus. Gegenüber dem letzten Tiefstand von Ende Januar 2014 (Maikontrakt mit 327 Euro/t) waren die Sojapreise in Chicago am Montag immer noch rund 19% höher.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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