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Analyse

USA: Die Hälfte des Soja ist jetzt geerntet

von , am
21.10.2014

Der Erntefortschritt bei Sojabohnen bleibt in den USA weiter deutlich hinter dem langjährigen Mittelwert und hat sich letzte Woche sogar wieder etwas verlangsamt.

© Mühlhausen/landpixel
Der Erntefortschritt bei Sojabohnen bleibt in den USA weiter deutlich hinter dem langjährigen Mittelwert und hat sich letzte Woche sogar wieder etwas verlangsamt. Dennoch ist die Sojaernte bislang weiter fortgeschritten als die Maisernte, denn etwa die Hälfte der Sojaflächen sind derzeit abgeerntet (bei Mais ein Drittel). Dennoch sind die Sojapreise in den USA in der letzten Woche und auch am Montag (20.10) gefallen, haben sich jedoch am Dienstag Vormittag wieder etwas erholt. Das Crop-Monitoring des USDA zeigt die Sojapflanzen unverändert in hervorragendem Zustand und mit sehr hohem Ertragspotential. Für diese Woche sagen die US-Wetterdienste deutlich wärmeres und trockeneres Wetter im Mittelwesten voraus, so dass die Erntearbeiten im Wochenverlauf einen kräftigen Schub erhalten könnten.
 
Erntetempo wieder langsamer
Bis zum 20. Oktober waren etwa 53 % der Soja-Ernte eingebracht. Das entspricht einer Erntefläche von 17,9 Mio. ha. In der Woche zuvor zum 12. Oktober waren etwa 40 % der Soja-Bohnen von 13,5 Mio. ha geerntet. Damit wurden in der letzten Woche 4,4 Mio. aberntet und damit deutlich weniger als in der Vorwoche mit 6,7 Mio. ha. Im langjährigen Mittel hatten die US-Farmer zu diesem Termin bereits 66 % der Sojafläche abgeerntet. Weiterhin liegt die Ernte in den Top-Anbaustaaten des Mittelwestens hinter dem üblichen Erntetempo. In Illinois waren 37 % (Vw: 29 %) der Sojabohnen geerntet gegenüber 66 % im langjährigen Mittel, in Iowa lag der Erntefortschritt bei 61 (Vw: 39 %) im Vergleich zu sonst üblichen 77 %, in Minnesota waren es 85 % (Vw: 62 % ) im Vergleich zu 81 % im Mittel, in Nebraska 69 % (Vw: 45 %) zu 66 %, in Indiana 31 % (Vw: 26 %) zu 62 %, in Missouri 25 % (Vw: 16 %) zu 46 % und in Ohio 36 % (Vw: 29 %) zu 56 %.
 
Ertragspotential unverändert hoch
Das Crop-Monitoring des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) bestätigt für die letzte Woche (wie beim Mais) den hervorragenden Wachstumszustand der Sojapflanzen. Am 20. Oktober befanden sich 73 % des gesamten US-Sojabestandes in gutem oder sehr gutem Zustand. Im Vergleich zur Vorwoche (73 %) bedeutet dies keine weitere Veränderung. Im letzten Jahr (2013) befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur 57 % der Sojabestände in den beiden besten Kategorien und damit 16 Prozentpunkte weniger. In Iowa wurden aktuell 74 % (Vw: 74) der Sojapflanzen in die beiden besten Kategorien eingestuft und in Illinois 79 Prozent (Vw: 79).
 
Sojapreise haben nachgegeben
Die Sojapreise haben in den USA in der letzten Woche und auch am Montag (20.10) recht deutlich nachgegeben und sich am Dienstag Vormittag zunächst wieder etwas erholt. Der Abstand zwischen Terminmarkt und Kassamarkt ist zuletzt wieder etwas größer geworden (Erntedruck). Am Montag (21.10) kosteten Sojabohnen am US-Kassamarkt durchschnittlich 267 Euro (927 Ct/bu). Der Novembertermin kostete am Montag (20.10.) rund 272 Euro (944,2 Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am Montag mit 274 Euro/t (952,2 Ct/bu) aus dem Handel und der März wurde mit mit 276 Euro (960,2 Ct/bu) notiert.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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