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Analyse

USA/Soja: Aussaattempo bleibt hoch, neue Ernte deutlich billiger

von , am
03.06.2014

Bis zum 01. Juni haben die Farmer in den USA etwa 78 Prozent (25,73 Mio. ha) der in diesem Jahr erwarteten Rekordanbaufläche bei Sojabohnen bestellt und liegen damit über dem langjährigen Mittel.

© Mühlhausen/landpixel
 
Bis zum 01. Juni haben die Farmer in den USA etwa 78 Prozent (25,73 Mio. ha) der in diesem Jahr erwarteten Rekordanbaufläche bei Sojabohnen bestellt und liegen damit über dem langjährigen Mittel und deutlich über dem Vorjahr. In der Woche zuvor (25. Mai 2014) lag die mit Soja bestellte Fläche bei 59 % (19,46 Mio. ha) und vor zwei Wochen bei 33 % (10,89 Mio. ha). Damit wurden in der letzten Woche 6,27 Mio. ha mit Soja bestellt, nach 8,6 Mio. ha in der Vorwoche und 4,3 Mio. ha vor zwei Wochen. Im letzten Jahr (2013) hatte man zu diesem Termin erst 55 % der geplanten Flächen bestellt du damit deutlich weniger. Im langjährigen Mittel lag der Aussaatfortschritt Anfang Juni bei 70 %.
 
Aussaat nur im Norden etwas zurück
Die wichtigsten Anbaustaaten von Sojabohnen in den USA sind Iowa, Illinois, Minnesota und mit einigem Abstand Norddakota, Missouri und Nebraska. Zusammen kommen diese 6 Bundesstaaten auf mehr als 50 % der gesamten US-Sojafläche. Bis zum 01. Juni. Mai hatten die US-Farmer in Iowa 94 % (Vorwoche 80 %), in Illinois 85 % (Vw. 64 %) , in Minnesota 75 % (Vj. 49 %) %, in Missouri 76% (Vw. 61 %), in Norddakota 63 % (Vw. 31 %) und in Nebraska 96 % (Vw. 88 %) des Soja ausgesät.
 
Rekordernte auf Rekordfläche erwartet
Für dieses Jahr (2014) erwartet das USDA den Anbau von Soja auf einer Rekordfläche von 32,99 Mio. ha (81,49 Mio. Acres) und damit auf einer rund 2 Mio. ha größeren Fläche als im Jahr 2013 (30,98 Mio. ha / 76,53 Mio. Acres). Die Erntemenge schätzt das USDA in seinem aktuellen Monatsreport von Mai auf den neuen Rekordwert von 98,9 Mio. t, nach 89,5 Mio. t im letzten Jahr und 82,6 Mio. t vor zwei Jahren.
 
Neue Soja-Ernte knapp ein Fünftel billiger
Am Terminmarkt in Chicago haben die Sojapreise am Montag (02.06) kaum verändert. Der Julitermin ging mit umgerechnet 405 Euro/t (XXXX Ct/bu) aus dem Handel. Der Augustkontrakt kostete 385,2 Euro/t (XXXX Ct/bu) und die neue Ernte (November) notierte bei 332 Euro/t (XXX Ct/bu) und damit rund 18 % bzw. 73 Euro preiswerter als die für den Juli gehandelten Sojabohnen. Am heutigen Dienstag (03.06) liegen die Sojapreise im elektronischen vorbörslichen Handel schon wieder 0,5 % im Minus. Gegenüber dem letzten Tiefstand von Ende Januar 2014 waren die Sojapreise in Chicago am Dienstag rund 20 % höher.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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