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Analyse

USA/Soja: Hohes Aussaattempo auf Rekordfläche

von , am
28.05.2014

Soja-Aussaat: Die Sojapflanze braucht viel Wärme und Wasser zum Keimen. © oekolandbau.de
 
Bis zum 26. Mai haben die Farmer in den USA etwa 59 Prozent (19,46 Mio. ha) der in diesem Jahr erwarteten Rekordanbaufläche bei Sojabohnen bestellt und liegen damit leicht über dem langjährigen Mittel und sogar deutlich über dem Vorjahr. In der Woche zuvor (18. Mai 2014) lag die mit Soja bestellte Fläche bei 33 % (10,89 Mio. ha). Damit wurden in der letzten Woche 8,57 Mio. ha mit Soja bestellt nach 4,3 Mio. ha in der Vorwoche und 4,95 Mio. ha vor zwei Wochen. Im letzten Jahr (2013) hatte man zu diesem Termin erst 41 % der geplanten Flächen bestellt. Im langjährigen Mittel lag der Aussaatfortschritt bei 56 %. Diese Daten zeigt das aktuelle Crop-Monitoring vom 26. Mai 2014 zum Aussaatfortschritt beim weltweit größten Produzenten und Exporteur.
 
Rekordernte auf Rekordfläche erwartet
Für dieses Jahr (2014) erwartet das USDA den Anbau von Soja auf einer Rekordfläche von 32,99 Mio. ha (81,49 Mio. Acres) und damit auf einer rund 2 Mio. ha größeren Fläche als im letzten Jahr (30,98 Mio. ha / 76,53 Mio. Acres). Die Erntemenge schätzt das USDA in seinem aktuellen Maireport auf den Rekordwert von 98,9 Mio. t nach 89,5 Mio. t im letzten Jahr und 82,6 Mio. t vor zwei Jahren.
 
Aussaat nur im Norden etwas zurück
Die wichtigsten Anbaustaaten von Sojabohnen in den USA sind Iowa, Illinois, Minnesota und mit einigem Abstand Norddakota, Missouri und Nebraska. Zusammen kommen diese 6 Bundesstaaten auf mehr als 50 % der gesamten US-Sojafläche. Bis zum 25. Mai hatten die US-Farmer in Iowa bereits 80 % (Vorwoche 40 %), in Illinois 64 % (Vw. 36 %) , in Minnesota 49 % (Vj. 16 %) %, in Missouri 61% (Vw. 32 %), in Norddakota 31 % (Vw. 5 %) und in Nebraska 88 % (Vw. 65 %) des Soja ausgesät.
 
Neue Ernte rund 17 % billiger
Am Terminmarkt in Chicago haben die Sojapreise am Dienstag (27.05) für den Julitermin um 1,8 % auf umgerechnet 401,5 Euro/t ( 1500,6 Ct/bu) nachgegeben. Der Augustkontrakt verbilligte sich auf 382,4 Euro/t (1429,2 Ct/bu) und die neue Ernte (November) notierte bei 334,1 Euro/t (1246 Ct/bu) und damit rund 17 % bzw. 67,5 Euro preiswerter als die für den Juli gehandelten Sojabohnen. Am heutigen Mittwoch (28.05) liegen die Sojapreise im elektronischen vorbörslichen Handel schon wieder 0,8 % im Plus. Gegenüber dem letzten Tiefstand von Ende Januar 2014 sind die Sojapreise in Chicago am Dienstag rund 21% höher.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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