Login
Analyse

USDA-Report: Brasiliens Sojaernte bleibt Rekord

von , am
11.03.2014

Das USDA hat die laufende Sojaernte Brasiliens leicht nach unten korrigiert. Für Argentinien hat das USDA die Sojaernte entgegen der Analystenerwartung unverändert belassen.

© landpixel
 
Wie erwartet hat das USDA die laufende Sojaernte Brasiliens etwas nach unten korrigiert. Allerdings weniger kräftig als zuvor von den Analysten geschätzt wurde. Im Vergleich zum Februar setzte das USDA die brasilianische Ernte um rund 1,5 Mio. t noch immer auf einen Rekordwert von jetzt 88,5 Mio. t nach unten. Der bisherige Produktionsrekord der Brasilianer aus dem vorigen Wirtschaftsjahr lag bei 82,0 Mio. t. Die neue bereits zu gut 50 % abgeschlossene Ernte wäre damit 6,5 Mio. t größer. Das USDA hatte das Exportpotential der Brasilianer im März auf 45,0 Mio. t veranschlagt und damit ebenso so groß wie zur Februar-Schätzung und 3,4 Mio. t größer als die nur leicht nach oben korrigierte Ausfuhrerwartung für die USA (41,6). Die US-Endbestände hat das USDA von 4,09 Mio. t auf 3,95 Mio. t nach unten korrigiert und damit  etwas weniger als zuvor von den Analysten mit 3,85 Mio. t erwartet wurde.
 
Keine Änderung an Argentiniens Sojaernte
Für Argentinien hat das USDA die Sojaernte im März-Report entgegen der Analystenerwartung unverändert bei 54,0 Mio. t belassen. Im letzten Jahr ernteten die argentinischen Farmer 49,3 Mio. t Soja und damit 4,7 Mio. t weniger als USDA jetzt erwartet. Das argentinische Exportpotential hat das USDA bei Sojabohnen ebenfalls unverändert bei 8,0 Mio. t belassen und auch bei Sojaschrot wurde die erwartete Exportmenge mit 27,3 Mio. t nicht verändert. Im letzten Jahr exportierten die Argentinier 7,7 Mio. t Sojabohnen und 23,8 Mio. t Schrot. Die globale Sojaproduktion für 2013/14 ist nach den Daten im März-Report mit 285,4 Mio. t rund 2,3 Mio. t kleiner als im Februar erwartet wurde, jedoch knapp 18 Mio. t bzw. 7 % größer als im Vorjahr.
 
Endbestände schrumpfen stärker
Die weltweiten Endbestände setzte das USDA allerdings um 2,4 Mio. t auf 70,6 Mio. t nach unten. Erwartet hatten die Analysten einen etwas geringeren Rückgang auf 71,5 Mio. t. Der globale Verbrauch bleibt mit 269,7 Mio. t indessen unverändert zum Vormonat jedoch 10,9 Mio. t höher als im Vorjahr. Die Handelsmenge wurde im Märzreport von 109,3 Mio. t auf 108,2 Mio. t um etwa 1,0 Mio. t reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch ein Anstieg um knapp 9 Mio. t. Für die USA wurde der Export um weitere 0,5 Mio. t auf 41,6 Mio. t nach oben gesetzt. Der chinesische Importbedarf bleibt mit 69 Mio. t auf dem Stand vom Februar und knapp 9 Mio. t  größer als im letzten Jahr (64 % der globalen Handelsmenge).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant