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Analyse

USDA/Raps: Ernte in Europa größer, in Kanada kleiner

von , am
15.08.2014

Das USDA hat die globale Rapsproduktion in seinem August-Report für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 nochmals leicht nach oben korrigiert.

© Vibe images/fotolia.de
Das USDA hat die globale Rapsproduktion in seinem August-Report für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 nochmals leicht nach oben korrigiert. Grund ist die erwartete Rekordernte in der EU und die Aufwärtskorrekturen in der Ukraine und in China. Dafür ging es für die kanadische Canolaernte weiter nach unten. Die globale Rekordernte aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 wird dennoch nicht ganz erreicht. Die weltweite Verbrauchsemenge wird jedoch gut gedeckt und die Endbestände wachsen auf ein neues Rekordniveau. Davon geht das US-Landwirtschaftsministerium in seinem August-Report aus und schätzt die Produktionsmenge im neuen Wirtschaftsjahr auf 70,4 Mio. t (Juli: 70,2) an. Im Vergleich zum Produktionsrekord aus der letzten Saison (71,2 Mio. t) bedeutet die Prognose des USDA nur einen Rückgang der globalen Raps-Erzeugung von knapp 0,8 Mio. t.
 
Rapspreise ein Europa weiter gefallen
Der Welthandel mit Raps wird nach Ansicht des USDA moderat um 0,5 Mio. t auf 13,6 Mio. t (Vj: 14,1 Mio. t) zurückgehen. Gleichzeitig wachsen die Endbestände von 6,4 Mio. t auf 7,1 Mio. t (Juli: 7,5) an. Die Rapspreise in der EU haben seit Juli mehr als 30 Euro verloren und bewegen sich für den Novembertermin noch knapp über 320 Euro/t. Im deutschen Großhandel lagen die aktuellen Preismeldungen (August) am Freitag je nach Region zwischen 306 Euro/t und 316 Euro (Vw: 309 und 322 Euro/t). Für die Lieferung im November wurden zwischen 315 und 332 Euro geboten (Vw.: 322 Euro und 332 Euro/t ).
 
Kanadische Ernte noch kleiner
Der Grund für den vom USDA erwarteten Rückgang der globalen Produktion ist die deutlich kleinere Ernte in Kanada. Anstelle der Rekordernte aus dem Vorjahr von 18,0 Mio. t erwarten die US-Analysten in ihrem Augustreport für die neue Saison eine Produktion von 15,25 Mio. t und damit nochmals 0,45 Mio. t weniger als im Vormonat (Juli: 15,7 Mio. t). Gegenüber 2013 wäre dies ein Rückgang von 2,75 Mio. t oder 16 %. Dabei soll die Erntefläche für die neue Ernte etwa 7,7 Mio. ha betragen nach 8,01 Mio. ha im letzten Jahr und 8,0 Mio. ha in der Julischätzung des USDA. Der kanadische Export könnte nach Einschätzung des USDA (wegen der riesigen Bestände) trotzdem 8,0 Mio. t (Juli: 8,1) erreichen und damit 0,9 Mio. t niedriger sein wie 2013. Das wären rund 60 % der weltweiten Handelsmenge. Die kanadischen Endbestände nehmen nur moderat von 2,5 Mio. t auf 2,3 Mio. t ab.
 
Europäische Rekordernte reduziert Importbedarf
Für die EU haben die USDA-Analysten die Rapsproduktion auf den neuen Rekordwert von 22,65 Mio. t nach oben gesetzt und damit nochmals 0,25 Mio. t höher als im Juli-Report mit 22,4 Mio. t. Im Vergleich zum letzten Jahr (21,1 Mio. t) wäre dies ein Produktionsanstieg von 1,55 Mio. t und eine neue Rekordernte. Für Deutschland erwarten die US-Experten mit 5,88 Mio. t (Juli: 5,88) eine etwas größere Produktion als im Vorjahr( 5,78 Mio. t). Dagegen rechnet man für Frankreich mit einem kräftigen Anstieg der Produktion auf 5,30 Mio. t (Juli: 5,23) von 4,37 Mio. t im letzten Jahr und auch im Vereinigten Königreich soll die Rapserzeugung auf 2,57 Mio. t (Juli: 2,53) von zuvor 2,13 Mio. t zunehmen. Unter dem Vorjahr (2,8 Mio. t) belässt das USDA die neue Ernte für Polen mit 2,66 Mio. t (Juli: 2,68 Mio. ). Die europäische Importmenge von Raps wird nur noch bei 2,8 Mio. t (Juli: 2,9 Mio. t) erwartet und damit deutlich kleiner als 2013/14 (3,4 Mio. t).
 
Kleinere Ernten in Australien, Ukraine besser als erwartet
Für Australien erwartet das USDA eine Canola-Produktion von 3,45 Mio. t (Juli: 3,45). Im letzten Jahr hatten die Australier 3,76 Mio. t Canola geerntet. Für die Ukraine erwarten die US-Analysten eine Produktion von 2,2 Mio. t (Juli: 2,0) auf einer Fläche von 0,85 Mio. ha. Im letzten Jahr hatten die ukrainischen Landwirte 2,35 Mio. t von 1,00 Mio. ha geerntet. Die chinesische Rapsernte soll mit 14,7 Mio. t (Juli: 14,5) das sehr gute Vorjahresniveau von 14,5 Mio. t übertreffen und in Indien ist die Produktion mit 7,5 Mio. t ebenfalls etwas größer wie im letzten Jahr (7,3 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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