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Analyse

USDA/Raps: Globale Bilanz ausgeglichen, Rekord-Ernte in Europa

von , am
13.05.2014

Die globale Rapsproduktion könnte im neuen Wirtschaftsjahr 2014/15 etwas hinter das Rekordergebnis aus dem aktuellen Wirtschaftsjahr 2013/14 zurückfallen.

© Vibe images/fotolia.de
 
Die globale Rapsproduktion könnte im neuen Wirtschaftsjahr 2014/15 etwas hinter das Rekordergebnis aus dem aktuellen Wirtschaftsjahr 2013/14 zurückfallen und damit jedoch in etwa die weltweite Verbrauchsmenge decken. Davon geht das US-Landwirtschaftsministerium in seinem aktuellen Monatsreport aus und setze die erwartete Produktionsmenge im neuen Wirtschaftsjahr bei rund 68,6 Mio. t an. Die Rapspreise in der EU haben sich Ende der letzten Woche wieder etwas erholt und bewegten sich am Montag zunächst seitwärts. Im Vergleich zum Produktionsrekord aus der noch laufenden Saison (71 Mio. t) bedeutet die Prognose des USDA einen Rückgang der globalen Raps-Erzeugung um 2,6 Mio. t. Der Welthandel mit Raps würde nach Ansicht des USDA um 0,5 Mio. t auf 13,3 Mio. t zurückgehen. Gleichzeitig bleiben die Endbestände mit 6,7 Mio. t unverändert.
 
Kanadische Ernte kleiner, Exporte stabil
Der Grund für den Produktionsrückgang ist die deutlich kleinere Ernte in Kanada. Anstelle der Rekordernte aus dem Vorjahr von 18,0 Mio. t erwarten die US-Analysten für die neue Saison eine Produktion von 15,4 Mio. t. Das ist ein Rückgang von 15 %. Dabei soll die Erntefläche für die neue Ernte etwa 7,85 Mio. ha betragen nach 8,01 Mio. ha im letzten Jahr. Der kanadische Export könnte nach Einschätzung des USDA (wegen der riesigen Bestände) trotzdem 8,1 Mio. t erreichen und damit ebenso viel wie im letzten Jahr. Das wären gut 60 % der weltweiten Handelsmenge. Die Endbestände nehmen trotzdem nur leicht von 3,1 Mio. t auf 2,85 Mio. t ab.
 
Europäische Rapsernte auf Rekordkurs, weniger Importe
Für die EU haben die USDA-Analysten die Rapsproduktion auf den Rekordwert von 21,5 Mio. t veranschlagt (EU-Kommission 21,2 Mio. t). Im Vergleich zum letzten Jahr (21,1 Mio. t) wäre dies ein Produktionsanstieg von 0,4 Mio. t. Für Deutschland erwarten die US-Experten mit 5,48 Mio. t allerdings eine etwas kleinere Produktion als im Vorjahr (5,78 Mio. t). Dagegen rechnet man für Frankreich mit einem kräftigen Anstieg der Produktion auf 5,23 Mio. t von 4,35 Mio. t im letzten Jahr und auch im Vereinigten Königreich soll die Rapserzeugung auf 2,43 Mio. t von zuvor 2,13 Mio. t zunehmen. Produktionsabnahmen erwartet das USDA indessen für Polen. Die europäische Importmenge wird bei etwa 2,9 Mio. t erwartet und damit kleiner als im letzten Jahr (3,3 Mio. t).
 
Kleinere Ernten in Australien und der Ukraine
Für Australien erwartet das USDA eine Canola-Produktion von 3,1 Mio. t. Im letzten Jahr hatten die Australier allerdings 3,55 Mio. t Canola geerntet. Für die Ukraine erwarten die US-Analysten eine Produktion von 2,0 Mio. t auf einer Fläche von 0,95 Mio. ha. Im letzten Jahr hatten die ukrainischen Landwirte 2,35 Mio. t von 1,00 Mio. ha geerntet. Die chinesische Rapsernte soll mit 14,5 Mio. t etwa das hohe Vorjahresniveau von 14, 4 Mio. t erreichen und auch in Indien ist die Produktion mit 7,5 Mio. t ähnlich groß wie im letzten Jahr (7,3 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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