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Analyse

Wenig Bewegung bei Soja- und Rapspreisen

von , am
13.01.2014

Sojabohnen beendeten den Handel rund 0,4 % teurer als am Vortag. Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben leicht nachgegeben.

© landpixel
 
Der Januarkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (10.01) am US-Terminmarkt rund 0,4 % teurer als am Vortag. Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Freitag (10.01) leicht nachgegeben. Bei Soja setzte das USDA die US-Produktion von 88,7 Mio. t auf 89,5 Mio. t etwas stärker nach oben als von Analysten erwartet wurde. Damit wären die USA wieder der größte Soja-Produzent vor Brasilien. Gleichzeitig ließ das USDA die Ernteerwartungen für Argentinien trotz der günstigen Witterungsverhältnisse unverändert bei 54,5 Mio. t.
 
Etwas größere Soja-Ernte in Brasilien
Für Brasilien korrigierte das USDA die Ernteprogose von 88,0 Mio. t auf 89,0 Mio. t nach oben. Die US-Endbestände blieben wegen der etwas nach oben gesetzten US-Exporte stabil, während die globalen Endbestände von 70,6 Mio. t auf 72,3 Mio. t nach oben gesetzt wurden. Außerdem nimmt der globale Sojaexport weiter zu und erreicht nach Einschätzung des USDA die neue Rekord-Marke von 109 Mio. t. Davon gehen 69 Mio. t bzw. knapp zwei Drittel nach China.
 
Wenig Bewegung bei Sojabohnen
Der Januarkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (10.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 350,50 Euro/t (1303,6 Ct/bu) und der Märztermin kostete am Ende des Handelstages 344 Euro/t (1278,4 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen rund 0,4 % mehr als am Vortag und gut 4 % weniger als Mitte Dezember. Am Montag Vormittag (MEZ) bewegten sich die Sojapreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA im Minus.
 
Kanadischer Raps seitwärts
Die Rapspreise in Kanada haben nach einer schwachen Woche am Freitag mit den Sojapreisen ganz leicht zugelegt. Mit umgerechnet nur noch 282 Euro/t (421 CAD) lag der Januartermin in Kanada jedoch weiterhin deutlich unter die Marke von 285 Euro. Der Märzkontrakt wurde mit 288 Euro (430 CAD) knapp unter der 290-Euro-Marke gehandelt. Am Montag Vormittag (MEZ) lagen die kanadischen Rapsreise im vorbörslichen elektronischen Handel schon wieder im Minus.
 
Rapspreise in Europa wenig verändert
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Freitag (10.01) leicht nachgegeben. Der Februartermin beendete den Handel mit 356,25 Euro und der Maikontrakt mit knapp 352 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 1,75 Euro weniger als am Vortag, aber gut 10 Euro weniger als am Begin der Woche. Der Maikontrakt hat im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls rund 10 Euro verloren. Im deutschen Großhandel legten die Rapspreise am Freitag ganz leicht zu. Für den Februar bewegen sich die genannten Kurse je nach Region zwischen 361 und 370 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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