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Analyse

Kommission: Kleinere Roggenernte lässt Bestände schrumpfen

von , am
01.04.2014

Die europäische Roggenernte 2014 wird deutlich kleiner sein als im letzten Jahr.

Große Getreideexporte stützen momentan die Weizenpreise. © Mühlhausen/landpixel
 
Die neue europäische Roggenernte 2014 wird deutlich kleiner sein als im letzten Jahr. Diese Erwartung hat die EU-Kommission in ihrer aktuellen Prognose noch einmal bestätigt. Gleichzeitig bleibt der Verbrauch jedoch hoch und übersteigt die Produktion relativ deutlich. In der Folge werden die Bestände fast völlig aufgebraucht. Zu diesen Ergebnissen kommt die EU-Kommission in ihrer aktuellen Einschätzung zum europäischen Roggenmarkt Ende März.
 
Produktion schrumpft fast um ein Fünftel
Die europäische Roggenernte 2014 schätzt die Kommission Ende März auf 8,3 Mio. t. Im Vergleich zur Rekordernte 2013 von 10,0 Mio. t wäre dies ein Produktionsrückgang von 1,7 Mio. t oder 17 %. Die Anbaufläche veranschlagt die Kommission in diesem Jahr auf 2,4 Mio. ha nach 2,6 Mio. ha im letzten Jahr. Ein Rückgang von 0,2 Mio. ha oder knapp 6 %. Gleichzeitig ist die Ernteprognose der Kommission zur neuen Roggenernte 2014 rund 0,3 Mio. t niedriger als die März-Prognose von Strategie Grains mit 8,6 Mio. t.
 
Verbrauch deutlich größer als Produktion
Beim Roggenverbrauch erwartet die Kommission im nächsten Wirtschaftsjahr einen sehr moderaten Rückgang. Mit geschätzten 9,1 Mio. t ist die erwartete Verbrauchsmenge dennoch rund 0,8 Mio. t größer als die erwartete Produktion. Im Vergleich zum noch laufenden Wirtschaftsjahr geht die Verbrauchsmenge damit nur um 0,2 Mio. t zurück. Dieser hohe Verbrauch führt zu einem deutlichen Abbau der Bestände. Von den am Ende des aktuellen Wirtschaftsjahres 2013/14 noch vorhandenen 1,0 Mio. t Roggen bleiben nach Meinung der Kommission bis Ende 2014/15 nur noch 0,1 Mio. t übrig.
 
Futterverbrauch etwas kleiner, Brotroggen stabil
Der Verbrauch von Roggen in der Tierfütterung wird mit 4,1 Mio. t rund 0,2 Mio. t kleiner als 2013/14 erwartet. Der Einsatz von Roggen zur Herstellung von Bioethanol bleibt mit rund 0,8 Mio. t hingegen unverändert. Ebenfalls stabil erwartet die Kommission mit 3,0 Mio. t den Bedarf an Brotroggen. Unverändert schätzt man auch die übrige industrielle Verwertung mit 1,5 Mio. t ein. Der Export von Roggen in Drittländer (vor allem aus Deutschland) bleibt mit 0,1 Mio. t ebenfalls stabil. Im laufenden Wirtschaftsjahr hat Deutschland bis Ende März rund 109.750 t Roggen in Drittländer verkauft.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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