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Analyse

Ägypten muss deutlich mehr für Weizen ausgeben

von , am
04.12.2014

Der bei der aktuellen Auktion durchschnittlich gezahlte Cif-Weizenpreis war rund 5 Prozent höher als bei der letzten Auktion am 20ten November.

© landpixel
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Mittwoch im Rahmen einer Auktion 175.000 t Weizen zur Lieferung vom 01. bis 10 Januar gekauft. Dabei kaufte die die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen diesmal in Rumänien (120.000 t) und der Ukraine (55.000 t). Sowohl Frankreich und Russland als auch die USA gingen leer aus.
 
Exportpreise sind kräftig gestiegen
Der bei der aktuellen Auktion durchschnittlich gezahlte Cif-Weizenpreis war mit 271,24 USD/t (220,5 Euro) rund 5 Prozent höher als bei der vorigen Auktion am 20ten November. Vor zwei Wochen kaufte die GASC 60.000 t Weizen  noch für  259,87 USD/t (211 Euro) in Frankreich. Insgesamt haben die Ägypter damit in diesem Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 2,42 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft. Davon kamen bisher 840.000 t aus Frankreich, 780.000 t aus Rumänien, 585.000 t aus Russland, 165.000 t aus der Ukraine und 55.000 t aus den USA.
 
Rumänien diesmal der Gewinner
Aus Rumänien lagen bei dieser Ausschreibung zwei Angebote vor, die beide einen Zuschlag erhielten. Gekauft wurden zweimal 60.000 t Weizen zu einem fob-Preis von jeweils 260,17 USD/t (211,5 Euro) und Frachtkosten von 10,0 USD/t. Der Cif-Preis für den gekauften rumänischen Weizen lag damit bei 270,17 USD/t (219,6 Euro).
 
Ukraine erhält ebenfalls Zuschlag
Aus der Ukraine lag bei dieser Ausschreibung nur ein Angebot vor, dass auch einen Zuschlag erhielt. Gekauft wurden 55.000 t Weizen zu einem fob-Preis von jeweils 257,50 USD/t (209,3 Euro) und Frachtkosten von 15,90 USD/t. Der Cif-Preis für den von Ägypten gekauften ukrainischen Weizen lag bei 273,4 USD/t (222,3 Euro).
 
Frankreich diesmal zu teuer
Keinen Zuschlag erhalten hat bei der aktuellen Auktion Frankreich. Dabei lagen diesmal drei französische Angebote vor. Die Preise für den französischen Weizen lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 258,54 USD/t (210 Euro) und 264 USD/t (214,6 Euro). Die französischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 16,48 USD/t und 16,95 USD/t.
 
Russland geht ebenfalls leer aus
Ebenfalls leer ausgegangen ist bei der aktuellen Auktion Russland. Dabei lagen diesmal zwei russische Angebote vor. Die Preise für die russischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) bei 264,0 USD/t (214,6 Euro) und 264,58 USD/t (215 Euro) und damit etwas höher als die Offerten aus Frankreich. Die russischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 11,27 USD/t und 11,51 USD/t und waren niedriger als die aus Frankreich.
 
US-Weizen mit Abstand am Teuersten
Bei der aktuellen Auktion lag außerdem auch ein Angebot aus den USA vor. Der Preis für den US-Weizen der Sorte Soft Red Winter lag ohne Frachtkosten (fob) bei 286,55 USD/t (233 Euro) und damit deutlich höher als die übrigen Wettbewerber. Die Frachtkosten für den US Weizen lagen bei 32,93 USD/t und waren damit ebenfalls mit Abstand am höchsten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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