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Analyse

Ägypten kauft reichlich Weizen in Frankreich

von , am
22.12.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Samstag im Rahmen einer Auktion 300.000 t Weizen zur Lieferung vom 21. bis 31 Januar gekauft.

© Nightman1965/Fotolia
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Samstag im Rahmen einer Auktion 300.000 t Weizen zur Lieferung vom 21. bis 31 Januar gekauft. Dabei kaufte die die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen diesmal hauptsächlich in Frankreich (240.000 t) und auch in Russland (60.000 t). Sowohl Rumänien und die Ukraine als auch die USA, die alle mitgeboten hatten, gingen leer aus. Die Einkaufpreise der Ägypter waren nur geringfügig höher als Anfang Dezember.
 
Auktionspreise sind nur leicht gestiegen
Der bei der aktuellen Auktion durchschnittlich gezahlte Cif-Preis (einschließlich Fracht) für den gekauften Weizen war (trotz der jüngsten Preisrally) mit 273,94 USD/t (223 Euro) nur geringfügig höher als bei der Auktion am 3ten Dezember mit 271,24 USD/t (221 Euro) als die GASC den Weizen in Rumänien und der Ukraine kaufte. Insgesamt haben die Ägypter damit in diesem Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 2,9 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft. Davon kamen bisher 1.080.000 t aus Frankreich, 780.000 t aus Rumänien, 645.000 t aus Russland, 165.000 t aus der Ukraine und 55.000 t aus den USA.
 
Frankreich mit dem günstigsten Weizen
Aus Frankreich lagen bei dieser Ausschreibung 6 Angebote vor, von denen vier auch einen Zuschlag erhielten. Gekauft wurden viermal 60.000 t Weizen und damit insgesamt 240.000 t. Die fob-Preise für den gekauften Weizen lagen zweimal bei 258,69 USD/t (211 Euro), und zweimal bei 258,30 USD/t (211 Euro). Die Frachtkosten für die vier gekauften Weizenangebote bewegten sich zwischen 14,32 USD/t und 16,30 USD/t. Die Preise für den nicht gekauften französischen Weizen lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 259,30 USD/t und 262,94 USD/t.
 
Russland noch einmal mit dabei
Aus Russland lag bei dieser Ausschreibung nur ein Angebot vor das auch einen Zuschlag erhielt. Gekauft wurden 60.000 t Weizen zu einem fob-Preis von jeweils 263,6 USD/t (215 Euro) und Frachtkosten von 11,43 USD/t. Der Cif-Preis für den von Ägypten gekauften russischen Weizen lag damit bei 275,06 USD/t (224,4 Euro).
 
Rumänischer Weizen war zu teuer, niedrige Frachtkosten
Keinen Zuschlag erhalten hat bei der aktuellen Auktion Rumänien. Dabei lagen diesmal zwei rumänische Angebote vor. Die Preise den rumänischen Weizen lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 268,5 USD/t (219 Euro) und 272,27 USD/t (222 Euro). Die rumänischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 8,97 USD/t und 10,01 USD/t.
 
Ukraine mit zu hohen Frachtkosten
Ebenfalls leer ausgegangen ist bei der aktuellen Auktion die Ukraine. Dabei lag diesmal ein ukrainisches Angebot vor. Der Preis für den ukrainischen Weizen lag ohne Frachtkosten (fob) bei 262 USD/t (213,7 Euro) und damit etwas niedriger als die Offerte aus Russland. Die ukrainischen Frachtkosten waren indessen höher und lagen bei 13,05 USD/t.
 
US-Weizen bleibt am Teuersten
Bei der aktuellen Auktion lag außerdem auch ein Angebot aus den USA vor. Der Preis für den US-Weizen der Sorte Soft Red Winter lag ohne Frachtkosten (fob) bei 287,55 USD/t (234,5 Euro) und damit weiterhin deutlich höher als die übrigen Wettbewerber. Die Frachtkosten für den US Weizen lagen bei 25,38 USD/t und waren (trotz eines kräftigen Rückgangs im Vergleich zur letzten Auktion) immer noch mit Abstand am höchsten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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