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Analyse

Ägypten kauft weiter Weizen in Frankreich

von , am
24.11.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Ende der letzten Woche im Rahmen einer Auktion 60.000 t Weizen zur Lieferung gekauft.

© Nightman1965/Fotolia
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Ende der letzten Woche im Rahmen einer Auktion 60.000 t Weizen zur Lieferung vom 21. bis 31 Dezember gekauft. Dabei kaufte die die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen diesmal ausschließlich in Frankreich. Gleichzeitig war der durchschnittlich gezahlte Weizenpreis mit 259,87 USD/t (cif) ähnlich hoch wie bei der letzten Auktion am 5ten November (259,5 USD/t) als die GASC 235.000 t Weizen in Frankreich (180.000 t) und der Ukraine (55.000 t) kaufte. Bei der aktuellen Auktion lagen neben den Offerten aus Frankreich auch Angebote aus Russland, der Ukraine und Rumänien vor.
 
Weltmarktpreise fast nicht verändert
Am 20. November kaufte die staatliche ägyptische Importbehörde GASC 60.000 t Weizen in Frankreich. Der Einkaufspreis des von Ägypten gekauften Weizens lag einschließlich der Frachtkosten bei 259,87 USD/t (209,6 Euro/t) nach einem Einkaufpreis von 259,5 USD/t (209,3 Euro/t) bei der letzten Auktion Anfang November.

Frankreich der bisher wichtigste Lieferant
Insgesamt haben die Ägypter damit in diesem Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 2,25 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft. Davon kamen bisher 840.000 t aus Frankreich, 660.000 t aus Rumänien, 585.000 t aus Russland, 110.000 t aus der Ukraine und 55.000 t aus den USA.
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Frankreich erneut mit dem billigsten Weizen
Aus Frankreich lagen bei der aktuellen Ausschreibung fünf Angebote zu je 60.000 t vor. Gekauft wurden 60.000 t zu einem fob-Preis von 243,74 USD/t (196,5 Euro) und Frachtkosten von 16,13 USD/t. Der Cif-Preis für den gekauften französischen Weizen lag bei 259,87 USD/t (209,5 Euro). Die fob-Preise für die übrigen französischen Angebote bewegten sich zwischen 245,7 USD/t (198 Euro) und 256,6 USD/t (206,9 Euro).
 
Russlands fob-Preise sind zu hoch
Keinen Zuschlag erhalten hat bei der aktuellen Auktion Russland. Dabei lagen diesmal sieben russische Angebote vor. Die Preise für die russischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 254 USD/t (204,8 Euro) und 261,9 USD/t (211 Euro). Damit waren die fob-Preise der russischen Offerten überwiegend höher als die Preisforderungen für den französischen Weizen.
 
Keinen Zuschlag für Rumänien und die Ukraine
Ebenfalls mitgeboten hat bei der aktuellen Auktion Rumänien. Dabei lagen diesmal zwei rumänische Angebote vor. Die Preise die rumänischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) bei 253,9 USD/t (204,8 Euro) und bei 258,7 USD/t (208,6 Euro). Bei der aktuellen Auktion lag außerdem auch ein Angebot aus der Ukraine vor. Der Preis für den ukrainischen Weizen lag ohne Frachtkosten (fob) bei 254,25 USD/t (205 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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