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Analyse

Ägypten kauft Weizen in Frankreich, Russland und Rumänien

von , am
24.10.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat diese Woche im Rahmen einer Auktion 180.000 t Weizen zur Lieferung von 21. bis 30 November gekauft.

© Nightman1965/Fotolia
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat diese Woche im Rahmen einer Auktion 180.000 t Weizen zur Lieferung von 21. bis 30 November gekauft. Dabei hat die die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen diesmal zu gleichen Teilen (je 60.000 t) in Frankreich, Russland und Rumänien gekauft. Gleichzeitig war der durchschnittlich an die Lieferanten gezahlte Weizenpreis mit 255 USD/t (inkl. Fracht) rund 14 USD/t bzw. 6 Prozent höher als bei der vorigen Auktion Anfang Oktober. Aus der Ukraine aus den USA oder aus Deutschland (letzte Auktion) lag kein Angebot vor.
 
Weltmarktpreise steigen wieder
Am 21. Oktober Oktober kaufte die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen zu gleichen Teilen in Frankreich, Russland und Rumänien. Der Durchschnittspreis des von Ägypten diesmal gekauften Weizens lag einschließlich der Frachtkosten bei 255,2 USD/t (202 Euro/t) nach einem Einkaufpreis von 241,20 USD/t (191 Euro/t) bei der letzten Auktion Anfang Oktober, als lediglich Frankreich einen Zuschlag erhielt. Angebote lagen diesmal aus Frankreich, Russland und Rumänien vor. Aus den USA und deer Ukraine gab es keine Offerten. Insgesamt haben die Ägypter damit in diesem Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 1,895 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft.
 
Frankreich mit der billigsten Offerte
Aus Frankreich lagen bei dieser Ausschreibung fünf Angebote vor. Gekauft wurden 60.000 t zu einem fob-Preis von 234,44 USD/t (185 Euro) und Frachtkosten von 15,98 USD/t. Der Cif-Preis für den gekauften französischen Weizen lag damit bei 250,32 USD/t (198 Euro). Das waren etwa 6 USD weniger als für die Lieferung aus Russland und 8 USD weniger als für die Lieferung aus Rumänien. Die fob-Preise für die übrigen französischen Angebote bewegten sich zwischen 244,47 USD/t (193 Euro) und 249,75 USD/t (197 Euro) und waren damit deutlich höher. Die französischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 14,50 USD/t und 16,60 USD/t.
 
Russlands fob-Preise auf französischem Niveau
Einen Zuschlag erhalten hat bei der aktuellen Auktion Russland. Dabei lagen diesmal fünf russische Angebote vor. Gekauft wurden 60.000 t zu einem fob-Preis von 246 USD/t (194 Euro) und Frachtkosten von 10,43 USD/t. Der Cif-Preis für den gekauften russischen Weizen lag damit bei 256,43 USD/t (203 Euro). Die Preise die übrigen russischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 246 USD/t (194 Euro) und 249,98 USD/t (197 Euro). Damit waren die fob-Preise der russischen Offerten ähnlich hoch wie die Preisforderungen für den französischen Weizen. Die russischen Frachtkosten lagen zwischen 10,43 USD und 12,49 USD/t.
 
Rumänien war am teuersten
Ebenfalls einen Zuschlag erhalten hat bei der aktuellen Auktion Rumänien. Dabei lagen diesmal zwei rumänische Angebote vor. Gekauft wurden 60.000 t zu einem fob-Preis von 246,75 USD/t (195 Euro) und Frachtkosten von 11,87 USD/t. Der Cif-Preis für den gekauften rumänischen Weizen lag damit bei 258,62 USD/t (204 Euro). Damit war der Cif-Preis für den gekauften rumänischen Weizen etwas höher als für den Weizen aus Frankreich und Russland. Der Preis für das andere rumänische Angebot lag ohne Frachtkosten (fob) bei 247,45 USD/t (195,5 Euro). Die rumänischen Frachtkosten lagen zwischen 10,43 USD und 11,83 USD/t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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