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Analyse

Ägypten kauft Weizen in Russland, Exportpreise gestiegen

von , am
05.10.2015

Der größte Weizenimporteur Ägypten kaufte am vorigen Samstag (03.10) 235.000 t Weizen vor allem in Russland und in der Ukraine.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der größte Weizenimporteur Ägypten kaufte am vorigen Samstag (03.10) 235.000 t Weizen vor allem in Russland und in der Ukraine. Dabei war der durchschnittliche Einkaufpreis für den Weizen diesmal knapp 9 USD bzw. knapp 5 % höher als bei der vorigen Auktion Mitte September. Der Durchschnittpreis (einschließlich Fracht) für den diesmal von Ägypten gekauften Weizen lag bei 199,7 USD/t (177,7 Euro).
 
Frankreich geht diesmal leer aus
Bei der vorigen Auktion am 19. September hatten die Ägypter 230.000 t Weizen zum Preis von 191,0 USD/t (170 Euro) gekauft. Damals kam neben Russland und der Ukraine allerdings auch Frankreich als Lieferant zum Zuge. Diesmal gingen die Franzosen jedoch leer aus. Die fob-Preise für den diesmal gekauften Weizen lagen zwischen 189,84 USD (168,9 Euro) und 191,3 USD (170,2 Euro).
 
Der meiste Weizen kommt aus Russland
Gekauft hat Ägypten diesmal zwei Partien Weizen zu 60.000 und eine Partie zu 55.000 t in Russland, zu fob-Preisen von 189,84 USD/t (168,9 Euro), 189,75 (168,8 Euro) und 191,30 USD/t (170,2 Euro). Die Frachtkosten für die drei russischen Partien lagen zwischen 8,65 USD/t und 10,50 USD/t. Damit bewegten sich die Endpreise (cif) für den russischen Weizen zwischen 199,44 USD (177,4 Euro) und 200,25 USD (178,2 Euro).
 
Ukraine kommt ebenfalls zum Zuge
Gekauft wurde außerdem eine Partie mit 60.000 t Weizen in der Ukraine zu einem fob-Preis von 190,30 USD/t (169,3 Euro). Die Frachtkosten am ukrainischen Schwarzmeerhafen lagen bei 9,0 USD, so dass der Gesamtpreis sich am Ende bei 199,3 USD (177,3 Euro) bewegte.
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Russland Exporte nehmen Fahrt auf
Russland hat mit Wirkung von Oktober seine Exportzölle für die Weizenausfuhr gesenkt und erhöht damit den Druck auf die aktuellen Weltmarkpreise. Im September hatten die russischen Weizenexporte zum kräftig Fahrt aufgenommen und erreichten den höchsten Wert in diesem Wirtschaftsjahr und der Abstand zu den sehr hohen Vorjahresmengen hat sich deutlich verkleinert.
 
Bis zum 30. September haben die Russen 7,6 Mio. t Weizen exportiert. Die ukrainischen Ausfuhren lagen zum gleichen Zeitpunkt bei 5,5 Mio. t. Die Europäer haben bsi dahin 5,2 Mio. t Weich-Weizen in Drittländer verkauft und damit 1,2 Mio. t bzw. 20 % weniger als im vorigen Jahr zu diesem Termin (6,4 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke
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