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Analyse

Ägypten kauft Weizen in Russland und Frankreich

von , am
12.12.2014

Der bei der aktuellen Auktion durchschnittlich gezahlte Cif-Weizenpreis war mit 262,92 USD/t (211 Euro) gut 3 Prozent niedriger als bei der letzten Auktion am 3ten Dezember mit 271,24 USD/t (218 Euro).

© landpixel
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten hat am Donnerstag im Rahmen einer Auktion insgesamt 180.000 t Weizen zur Lieferung vom 11. bis 20 Januar gekauft. Dabei kaufte die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen diesmal vor allem in Russland (120.000 t) und in Frankreich (60.000 t). Mitgeboten hatten außerdem auch Rumänien, die USA und erstmals in diesem Wirtschaftsjahr auch Argentinien.
 
Exportpreise sind wieder gefallen
Der bei der aktuellen Auktion durchschnittlich gezahlte Cif-Weizenpreis (mit Frachtkosten) war mit 262,92 USD/t (211 Euro) gut 3 Prozent  bzw. 8 USD niedriger als bei der letzten Auktion am 3ten Dezember mit 271,24 USD/t (218 Euro) als die GASC 175.000 t Weizen in Rumänien und der Ukraine kaufte. Insgesamt haben die Ägypter damit in diesem Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 2,605 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft. Davon kamen bisher 900.000 t aus Frankreich, 780.000 t aus Rumänien, 705.000 t aus Russland, 165.000 t aus der Ukraine und 55.000 t aus den USA.
 
Russland gewinnt wegen Frachtkosten
Aus Russland lagen bei dieser Ausschreibung insgesamt acht Angebote vor, von den zwei einen Zuschlag erhielten. Gekauft wurden zweimal 60.000 t Weizen zu einem fob-Preis von 251,38 USD/t (202 Euro) und Frachtkosten von 11,38 USD/t sowie 60.000 t Weizen zu einem fob-Preis von 252 USD/t (202,5 Euro) und Frachtkosten von ebenfalls 11,38 USD/t . Die Cif-Preise für den gekauften russischen Weizen lag damit zwischen 262,76 USD/t (211 Euro) und 263,38 USD/t (212 Euro). Die Preise für die übrigen russischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 258, 84 USD/t und 262 USD/t. Die Frachtkosten der anderen Angebote lagen je nach Handelsunternehmen und Hafen (Noworossijsk und Taman) zwischen 11,45 USD/t und 12,45 USD/t.
 
Frankreich mit dem billigsten Weizen (fob)
Aus Frankreich lagen bei dieser Ausschreibung vier Angebote vor, von denen nur eines auch einen Zuschlag erhielt. Gekauft wurden 60.000 t Weizen zu einem fob-Preis von jeweils 247,24 USD/t und Frachtkosten von 15,40 USD/t. Der französische fob-Preis war damit niedriger als die Angebote aus Russland, die Transportkosten waren jedoch höher. Der Cif-Preis für den von Ägypten gekauften französischen Weizen lag bei 262,64 USD/t. Die Preise für die übrigen französischen Angebote lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 249,47 USD/t und 252,50 USD/t. Die Frachtkosten der anderen Angebote lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 15,43 USD/t und 16,05 USD/t.
 
US-Weizen weiterhin am Teuersten
Bei der aktuellen Auktion lag außerdem erneut ein Angebot aus den USA vor. Der Preis für den US-Weizen der Sorte Soft Red Winter lag ohne Frachtkosten (fob) bei 277,30 USDT und war damit deutlich niedriger als bei der Auktion Anfang Dezember (286,55 USD/t), jedoch immer noch deutlich höher als die übrigen Wettbewerber. Die Frachtkosten für den US Weizen lagen bei 31,50 USD/t und waren damit ebenfalls mit Abstand am höchsten.
 
Argentinien mit zu hohen Frachtkosten
Ebenfalls keinen Zuschlag erhalten hat (wegen der hohen Frachtkosten) der bei der aktuellen Auktion erstmals in diesem Wirtschaftsjahr angebotene Weizen aus Argentinien. Dabei lag diesmal ein argentinisches Angebot vor. Der Preis den argentinischen Weizen lag ohne Frachtkosten (fob) bei 252,50 USD/t und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie die Offerten aus Russland. Die argentinischen Frachtkosten lagen bei 29,65 USD/t und waren damit etwas so hoch wie die für US-Weizen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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