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Analyse

Aussaat von Winterweizen in den USA fast beendet

von , am
06.11.2014

In den USA kommt die Aussaat von Winterweizen Anfang November allmählich zum Ende.

© landpixel
In den USA kommt die Aussaat von Winterweizen Anfang November allmählich zum Ende und das Aussaattempo entspricht dem langjährigen Mittelwert. Gleichzeitig hat sich der Wachstumszustand des Winterweizens im aktuellen Crop-Monoring-Bericht des USDA nicht verändert. Bis zum 02. November hatten die US-Farmer die Aussaat von Winterweizen zu 90 Prozent abgeschlossen. Dieser Aussaatfortschritt entspricht etwa dem langjährigen Mittelwert von 89 % und auch dem Vorjahrestand von 90 %.  In der Woche zuvor lag der Aussaatfortschritt bei 84 %. Damit sind in der letzten Woche etwa 1,0 Mio. ha an Aussaatfläche hinzu gekommen. Von der derzeit von Analysten insgesamt geschätzten Aussaatfläche von 17,6 Mio. ha Winterweizen, müssten danach noch 1,8 Mio. ha bestellt werden.
 
Aussaat nur im Nordosten (Illinois) langsamer
In den wichtigsten Anbaustaaten für Brotweizen der Sorte Hard Red Winter ist die Aussaat besonders weit fortgeschritten bzw. beendet. In Kansas, wo sich rund 23 Prozent der gesamten US-Winterweizenfläche befinden, waren 93 % der geplanten Fläche bestellt. In Oklahoma mit 13 % der gesamten Winterweizenfläche, war die Aussaat zu 95 % beendet und in Colorado waren 100 % der Flächen bestellt. In Texas, mit 14 % der gesamten Weizenfläch, lag der Aussaatfortschritt mit 86 % ebenfalls über dem langjährigen Mittel (82 %). Aus den weietr nordlichen gelegenen Anbaugebieten für Soft Red Winter (SRW), meldete man für Illinois einen Aussaatfortschritt von 69 % (Vw: 41 %) im Vergleich zu 83 % im langjährigen Mittel, in Idaho waren hingegen schon 100 % (Vj: 99 %) bestellt, in Ohio waren es 90 % (Vj. 89 %), in Montana 100 % (95 %) und auch  in Nebraska 100 % (100 %).
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Weizen in schlechterer Verfassung als 2013
Der Zustand des Winterweizens hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Nach den Daten des USDA befanden sich am 03. November rund 59 Prozent des Winterweizens in gutem oder sehr gutem Zustand und damit ebenso viel wie in der letzten Woche. Im vorigen Jahr (2013) kam zu diesem Termin 63 Prozent des Weizens in die beiden besten Kategorien, vor zwei Jahren (Herbst 2012) waren es allerdings nur 39 % (!!).  In Kansas wurden in der letzten Woche 64 % (Vj: 60 %) des derzeitigen Weizenbestandes als gut oder sehr gut eingestuft, in Texas waren es 51 % (Vj: 41 %), in Oklahoma 49 % (Vj: 71 %) und in Colorado 48 % (Vj: 65 %). Gleichzeitig befand sich in den nördlichen Anbaugebieten der Weizen-Sorte SRW  in Illinois 64 % (Vj: 67 %) des Weizen in guter und sehr guter Verfassung, in Idaho kamen 94 % (89 %) der Bestände in die beiden besten Kategorien, in Ohio waren es 71 % (85 %), in Montana 75 % (61 %) und in Nebraska 79 % (69 %).
 
Weizenpreise kommen unter Druck
Die Preise für Weizen (SRW) sind am Terminmarkt in Chicago im Verlauf des Oktobers um etwa 13 % gestiegen. Am Dienstag deiser Woche (04.11) gaben die Kurse in den USA im Sog der nachgebenden Maispreise jedoch um 1,4 % nach und am Mittwoch Nachmittag (05.11) rutschte die Weizenpreise im laufenden Handel um weitere 2 % nach unten. Damit kostete der der Weizen am Terminmarkt in Chicago (SRW) am Dienstag (04.11) rund 156 Euro (530,4 Ct/bu) und am Mittwoch Nachmittag  etwa 153 Euro/t (519 Ct/bu) ). Gleichzeitig handelte man den US-Brotweizen (HRW) am Terminmarkt in Kansas am Mittwoch mit umgerechnet 171 Euro/t (580 Ct/bu) und damit ebenfalls mit einem Preis-Abschlag von 1,5 % zum Vortag.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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