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Analyse

Australien: Weizenernte wird größer als erwartet

von , am
08.09.2015

Australiens neue Weizenernte wird wohl größer werden als zunächst erwartet und auch größer als im letzten Jahr.

© Rainer Sturm
 
Australiens neue Weizenernte wird wohl größer werden als zunächst erwartet und auch größer als im letzten Jahr. Davon geht das australische Landwirtschaftsamt ABARES in seiner aktualisierten Ernteprognose aus. Mit 25,3 Mio. t soll die kommende Weizenernte rund 1,7 Mio. t bzw. 7,2 % größer ausfallen als ABARES im Juni (23,6) erwartet hatte.
 
Hauptgrund für die Aufwärtskorrektur der australischen Weizenernte gegenüber der Juniprognose sind die witterungsbedingt deutlich verbesserten Ernteerwartungen für den zweitwichtigsten Weizenanbaustaat Neusüdwales. Im wichtigsten Weizenanbaustaat Westaustralien wurde die Prognose ebenfalls nach oben gesetzt. Das USDA hatte die australische Weizenernte im August bereits auf 26,0 Mio. t geschätzt und damit sogar noch etwas größer als ABARES und der Internationale Getreiderat (IGC) ging zum Monatswechsel von 25,5 Mio. t aus.
 
Ernte beginnt erst im November
In Australien wird der Weizen von Mai bis Juni ausgesät und je nach Region von November bis in den Januar hinein geerntet. Die diesjährige Anbaufläche wird von ABARES mit 13,79 Mio. ha angegeben, nach 13,81 Mio. ha im letzten Jahr. Die jetzt von ABARES erwartete Produktion von 25,3 Mio. t, ist 1,74 Mio. t größer als die Juni-Schätzung von 23,3 Mio. t. Das Vorjahresergebnis von 23,7 Mio. t würde ebenfalls um 1,6 Mio. t übertroffen.
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Die Weizen-Ernte aus dem  Jahr 2013/14  von 25,3 Mio. t wird hingegen in etwa erreicht. Hauptgrund für die aktuelle Korrektur ist sind die über den ursprünglichen Erwartungen liegenden Niederschläge beim zweitgrößten australischen Produzenten Neusüdwales. Dort wurde die Ernteerwartung von 6,1 Mio. t im Juni auf 7,2 Mio. t angehoben. Im letzten Jahr ernteten die Farmer in Neusüdwales nur 6,3 Mio. t Weizen und vor zwei Jahren lag die Erntemenge bei 6,6 Mio. t.
 
El-Nino könnte Produktion noch drücken
Beim wichtigsten australischen Weizen-Produzenten in Westaustralien, wurde die Produktionsprognose von ABARES gegenüber der Juni-Schätzung noch einmal leicht um 0,3 Mio. t angehoben. Mit 9,6 Mio. t liegt die erwartete Erntemenge damit sehr deutlich über dem Vorjahr von 8,9 Mio. t. Anderseits wird die sehr gute westaustralische Ernte von 2013/14 von nur 10,0 Mio. t nicht erreicht.
 
Etwas nach oben gesetzt hat ABARES im September außerdem auch seine Ernte-Prognose für den drittwichtigsten Anbaustaat Südaustralien. Dort wurde die erwartete Produktion von 4,35 Mio. t auf 4,53 Mio. t nach oben gesetzt. Im Vergleich zur sehr guten Ernte aus dem letzten Jahr von 4,6 Mio. t ist die neue Prognose nur noch wenig kleiner. Noch vergeht bis zur australischen Ernte jedoch noch einige Zeit und die Ernteaussichten können sich vor dem Hintergrund der befürchteten El-Nino-Auswirkungen (Trockenheit) durchaus noch ändern.
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Exporte auf hohem Niveau erwartet
Australien gehört bei Weizen zu den wichtigsten globalen Exporteuren. Die letzte Export-Prognose des USDA vom August liegt für Australien bei 18,0 Mio. t und damit höher als im zurückliegenden Wirtschaftsjahr. Der IGC erwartet Ende August Exporte von 18,4 Mio. t. Im zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2014/15 erreichten die australischen Ausfuhren einen Umfang von etwa 16,6 Mio. t und vor zwei Jahren wurden 18,3 Mio. t Weizen exportiert.
 
Mit der zuletzt vom USDA erwarteten Exportmenge wäre Australien nach der EU, den USA, Russland und Kanada die Nummer 5 unter den globalen Top-Exporteuren. Die größten Abnehmer von australischem Weizen sind Indonesien, Vietnam, Südkorea, die Philippinen, Japan und China.
 
Dr. Olaf Zinke

 
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