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Analyse

Billiger US-Weizen gewinnt erstmals Exportauktion

von , am
13.01.2014

Erstmals in diesem Wirtschaftsjahr gewinnt US-Weizen eine Exportauktion Ägyptens

© krick/agrar-press
 
Erstmals in diesem Wirtschaftsjahr gewinnt US-Weizen eine Exportauktion Ägyptens. Möglich wurde dies durch den starken Preisrückgang der letzten Woche in den USA und den zusätzlichen Preisrutsch am Freitag. Die ägyptische Importbehörde GASC orderte bei der Exportauktion am Samstag (11.01) 55.000 t Weizen der Sorte Soft Red Winter in den USA zur Lieferung vom 11. bis 20. Februar. Angeboten wurde neben dem Weizen aus den USA, diesmal auch Weizen aus Deutschland, aus Frankreich, Russland und der Ukraine sowie aus Rumänien.
 
US-Weizen gewinnt
Der Preis für den von der GASC gekauften US-Weizen lag fob Golfhafen bei 265 USD/t (194 Euro) und die Frachtkosten betrugen 38 USD/t. Damit liegt der Gesamtpreis bei 303 USD/t (221,80 Euro) und ist rund 13 USD/t niedriger als der günstigste Weizen bei der letzten Auktion. Aus den USA wurde neben der Gewinner-Partie Soft Red Winter außerdem auch noch eine Partie Hard Red Winter zu fob-Preis von 284 USD/t angebotenen.
 
Rumänien ist zu teuer
Angeboten wurden bei der Auktion zwei Partie Weizen aus Rumänien mit jeweils 60.000 t. Die fob-Preise für den rumänischen Weizen lagen zwischen 295 USD/t (216 Euro) und 297,91 USD/t (217,90 Euro). Hinzu kommen rund 16 USD/t (11,70 Euro) Frachtkosten, so dass der günstigste rumänische Preis bei 311 USD/t (227,60 Euro) lag und rumänischer Weizen damit rund 8 USD teurer ist als der US-Weizen.
 
Französischer Weizen kräftig gefallen
Die meisten Angebote gab es auch diesmal aus Frankreich. Die Preisforderungen für die sechs angebotenen Partien (fob-Preise) lagen zwischen 284,84 USD/t (208 Euro) und 289,90 UDS/t (212 Euro). Damit war französischer Weizen rund 10 USD billiger als in der letzten Woche. Die Frachtkosten für die französischen Offerten liegen bei knapp 24,40 USD/t, so dass der günstigste Gesamtpreis bei knapp 309 USD/t lag und damit 5 USD über dem US-Weizen.
 
Deutsche Preise auf französischem Niveau
Bei dieser Auktion wurden auch Weizen aus Deutschland angeboten. Die Preisforderungen für den deutschen Weizen lagen bei 286 USD/t (209 Euro). Im Vergleich zur letzten Auktion mit deutscher Beteiligung, war das deutsche Angebot rund 14 USD/t billiger. Gleichzeitig lagen die Preisvorstellungen für den deutschen Weizen etwa auf dem französischen Niveau. Bei der Auktion Mitte Dezember wurde deutscher Weizen für 299,90 USD/t (222 Euro) angeboten.
 
Weizen aus Russland deutlich zu teuer
Fünf Partien Weizen wurden außerdem aus Russland angeboten und zwei Partien aus der Ukraine. Die fob-Preise für den russischen Weizen lagen zwischen 293,25 USD/t (214,67) und 299,90 USD/t. Die Frachtkosten beliefen sich auf 16 USD/t und der günstigste Gesamtpreis lag bei 309,25 USD (226 Euro). Die ukrainischen fob-Preise lagen nach den Berichten der Händler beim günstigsten Angebot bei nur 282,27 USD/t (206,60 Euro) sowie bei einer weiteren Partie bei 297 USD/t (217 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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