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Analyse

DBV: Schwierige Zeiten für Ackerbauern

von , am
30.07.2015

Die diesjährige Getreideernte fällt im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Trotzdem ist der Markt gut versorgt. Das schlägt sich in den aktuellen Preisen nieder.

© Mühlhausen/landpixel
Die derzeitigen Preise für Wintergetreide und Winterraps gestalten sich für Ackerbauern zunehmend schwierig. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine Getreidemarkteinschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die Landwirte stehen an den Termin- und Kassamärkten unter Druck.
 
Trotz der im Vergleich zum Vorjahresrekord niedrigeren Getreideernte 2015 erwartet der DBV eine insgesamt gute Versorgung des Getreidemarktes. Entsprechendes gilt für die Europäische Union und die weltweite Versorgung. Nach aktuellen Schätzungen der EU-Kommission könnte es zwar zu einem Abbau der Lagerbestände kommen. Diese dürften sich zum Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 mit 46,6 Mio. t Getreide aber dennoch auf einem komfortablen Niveau befinden. Im vergangenen Wirtschaftsjahr fielen die Lagerbestände um 2,6 Mio. t geringer aus. Die weltweite Weizenproduktion wird nach den jüngsten Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums die globale Nachfrage decken und gleichzeitig noch einen Bestandsaufbau ermöglichen.
 
Während die Weizennotierungen an der Matif in Paris Anfang Juli noch die Marke von 200 Euro/t überschritten, befinden sich die Börsenkurse aktuell wieder auf einem Niveau von 181 Euro/t. Eine ähnliche Entwicklung durchliefen die Rapsnotierungen, die ausgehend von nahezu 400 Euro/t innerhalb eines Monats um rund 25 Euro/t nachgegeben haben. Übertragen auf den Kassamarkt folgen hieraus für Weizen Erzeugerpreise von 150 bis 180 Euro/t. Für Raps erhalten Erzeuger derzeit 340 bis 370 Euro/t.
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