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Analyse

Drastischer Absturz beim Weizenpreis

von , am
13.01.2014

Beim Weizen sorgten die neuen USDA-Daten für massiven Preisdruck.

© imageteam/fotolia.de
 
Beim Weizen sorgten die neuen USDA-Daten für massiven Preisdruck. Sowohl die Endbestände in den USA als auch die globalen Bestände wurden vom USDA über den  zuvor erwarteten Wert nach oben gesetzt. In den USA korrigierte man die Endbestände von 15,6 Mio. t auf 16,6 Mio. t nach oben und die globalen Weizenbestände setzte man von 182,8 Mio. t auf 185,4 Mio. t nach oben. Gleichzeitig wurde der Verbrauch von Futterweizen nach unten korrigiert. Weiter nach oben auf jeweils neue Rekordwerte ging es zudem mit der globalen Weizenernte und auch der Weizen-Export wurde noch weiter angehoben. Unmittelbar nach dem kräftigen  Preisrutsch am Freitag, gewannen die USA am Samstag (11.01) erstmals in diesem Wirtschaftsjahr eine ägyptische Exportauktion zum fob-Preis von 265 USD/t und bei Transportkosten von 38 USD/t.
 
Weizenpreise brechen ein
Am Freitag (10.01) brachen die Weizenpreise sowohl in den USA und Kanada als auch in Europa regelrecht ein. Dabei standen die Preise bereits die gesamte letzte Woche unter Druck. Dennoch rutschte der aktuelle Märzkontrakt am Freitag am Terminmarkt in Chicago (SRW) nochmals um rund 2,6 % auf umgerechnet nur noch 153 Euro/t (569 Ct/Bu) nach unten und der Maikontrakt fiel auf 154 Euro/t (575 Ct/bu). Im vorbörslichen elektronischen Handel am Montag Vormittag (MEZ) konnten sich die Weizenpreise etwas von ihren starken Verlusten erholen. Der Märztermin notierte am Montag Vormittag (13.01) etwas höher bei knapp 154 Euro/t (573 Ct/Bu) und der Mai bei umgerechnet knapp 156 Euro/t (580 Ct/bu). Mittlerweile liegen die Weizenpreise in Chicago für die Termine März bis September 2014 durchweg deutlich unterhalb der Marke von 160 Euro/t (639 Ct/bu). Seit Anfang Dezember haben die US-Weizen-Preise (SRW) damit um knapp 16 Prozent nachgegeben.
 
Kanadischer Weizen sehr billig
Der in Kansas gehandelte US-Brotweizen (HRW) beendete den Handel am Freitag (10.01) für den Märzkontrakt mit umgerechnet 168 Euro/t (626 Ct/bu) und für den Maitermin mit 167 Euro (623 Ct/bu) und damit rund 2,0 % niedriger als am Vortag. Für den US-Sommerweizen kostete der Märzkontrakt am US-Terminmarkt umgerechnet knapp 167 Euro/t (620 Ct/bu) und der Maitermin ebenfalls 167 Euro/t (621 Ct/bu). In Kanada haben sich die Weizenpreise mit dem fallenden US-Markt am Freitag ebenfalls weiter nach unten bewegt. In Winnipeg wurde Brotweizen für den Märztermin mit umgerechnet 120 Euro/t gehandelt (179 CAD) und der Maitermin kostete noch 123 Euro/t (184 CAD). Kanadischer Hartweizen (Durum) wurde für den Märztermin mit 163 Euro (243 CAD)  notiert und der Mai mit 166 Euro/t (247 CAD). Der Preis für Futter-Gerste lag am kanadischen Terminmarkt in Winnipeg am Freitag nur noch bei umgerechnet 98 Euro (146 CAD).
 
Europäische Weizenpreise fallen
In der Europäischen Union standen Preise für Weizen mit den fallenden US-Preisen ebenfalls massiv unter Druck. Sowohl am Terminmarkt als auch an den wichtigsten  Handelsplätzen gaben die Kurse nach. Am Freitag (13.01) kostete der Weizen für den auslaufenden Januarkontrakt an der MATIF nur noch 195 Euro/t und für den März lediglich 193 Euro/t. Im Vergleich zum Beginn der Woche sind die Weizenpreise damit um knapp 10 Euro je Tonne gefallen. Am Kassamarkt folgten die Weizenpreise den Terminmarktnotierungen. Am Großmarkt in Hamburg handelte man Brotweizen am Freitag (10. Januar) mit 199 Euro/t (-3). Futterweizen zur Lieferung im Januar kostete in Hamburg ebenfalls 199 Euro/t (-2) und A-Weizen wurde mit 202 Euro/t (-2) notiert. In Frankreich wurde Brotweizen am Freitag (fob-Rouen) mit 195 Euro/t (-2) gehandelt und damit nochmals etwas billiger. Am heutigen Montag könnte es im physischen Handel weitere Preiskorrekturen geben.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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