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Analyse

EU 2014: Größere Weizenernte, aber weniger Exporte

von , am
13.02.2014

Das europäische Analystenhaus Strategie Grains erwartet 2014 in der Europäischen Union einen Weichweizenernte von 137,7 Mio. t.

© Mühlhausen/landpixel
 
Das europäische Analystenhaus Strategie Grains erwartet 2014 in der Europäischen Union eine Weichweizenernte von 137,5 Mio. t. Gegenüber der letzten Schätzung vom Januar (137,7 Mio. t) ist dies eine leichte Korrektur um 0,2 Mio. t nach unten. Begründet wurde dies mit regionalen Korrekturen bei den Ertragserwartungen. Gleichzeitig bleibt die Aussaatfläche mit 24 Mio. ha unverändert zur Januarprognose und damit rund 0,8 Mio. ha größer als im letzten Jahr (23,2 Mio. ha). Die Weichweizenernte des Jahres 2013 war mit 134,6 Mio. t deutlich kleiner als die aktuelle Ernteprognose für die neue Ernte 2014 (137,5 Mio. t).
 
Weizenexport geht zurück, Ausfuhr trotzdem hoch
Bei den Weizenexporten erwartet Strategie Grains im nächsten Wirtschaftsjahr einen Rückgang. Grund ist der stärkere Wettbewerbs- und Preisdruck aus Russland und der Ukraine. Allerdings wäre die auch diese europäische Exportmenge mit 21,7 Mio. t Weichweizen sehr hoch und liegt über dem langjährigen Mittel. Im Vergleich zur letzten Schätzung im Januar hat Strategie Grains die Exporterwartung zudem um 1,2 Mio. t nach oben gesetzt. Dennoch wird die Ausfuhrmenge unter den für dieses Jahr erwarteten Exporten von 24,3 Mio. t Weichweizen bleiben.
 
Französische Ernte etwas kleiner als 2013
Für Frankreich, den größten Weizenproduzenten und Exporteurer der EU, beließ Strategie Grains die Anbaufläche bei Weichweizen im Februar bei rund 5,0 Mio. ha. Das entspricht exakt der Anbaufläche der Januarschätzung und ebenso der für die letzte Ernte 2013 mit Weizen bestellten Fläche. Die französische Weizenproduktion 2014 erwartet Strategie Grains vor dem Hintergrund der bisherigen Witterungsbedingten bei 36,5 Mio. t und damit 0,1 Mio. t größer als zur Januarprognose und 0,3 Mio. t als zur Ernte 2013 (36,8 Mio. t).
 
Deutsche Produktion 0,5 Mio. t unter Vorjahr
Für Deutschland ermittelte Strategie Grains im Februar (wie schon im Januar) eine Weizenfläche von 3,2 Mio. ha. Im Vergleich zur letzten Ernte 2013 (3,1 Mio. ha) wäre die Weizenfläche für die Ernte 2014 damit rund 0,1 Mio. ha größer. Die Produktionsschätzung für die neue deutsche Weizenernte 2014 haben die Experten von Strategie Grains im Februar mit 24,2 Mio. t nicht verändert. Im Vergleich zur Weizenernte von 2013 (24,7 Mio. t) wäre die jetzt für 2014 erwartete Erntemenge jedoch 0,5 Mio. t oder etwa 2 % kleiner.
 
Produktionssprung im Vereinigten Königreich
Eine deutlich größere Weizenernte als im Jahr 2013 erwarten die Analysten auch im Februar für das Vereinigte Königreich. Hier ist die Anbaufläche im Vergleich mit 2,0 Mio. h rund 0,4 Mio. ha größer als im Vorjahr. Das entspricht auch der bereits im Januar erwarteten Anbaufläche für Weizen. Die Weizenproduktion wird sich damit im Vereinigten Königreich deutlich erholen und nach der aktuellen Prognose 15,3 Mio. t erreichen. Das ist die gleiche Produktionserwartung wie im Januar jedoch im Vergleich zur 2013 (11,9 Mio. t) einen Produktionssprung von 3,4 Mio. t oder 29 % (!!).
 
Polen mit stabiler Ernte, weniger Weizen in Rumänien
Die Nummer vier unter den europäischen Weizenproduzenten ist Polen. Bei unseren östlichen Nachbarn geht Strategie Grains (wie schon im Januar) vor einer Anbaufläche von 2,2 Mio. ha für die Ernte 2014 aus. Im Vergleich zur Ernte 2013 ist dies ein Zuwachs von 0,1 Mio. ha. Die Erntemenge könnte 2014 rund 9,6 Mio. t erreichen und damit etwas größer sein als 2013 (9,5 Mio. t). Für Rumänien als den nach Frankreich und Deutschland wichtigsten Weizenexporteur der EU, wird die Anbaufläche (wie schon im Januar) für die Ernte 2014 auf 2,1 Mio. ha geschätzt. Das entspricht in etwas auch der Anbaufläche von 2013. Die Produktion könnte 2014 etwa 6,7 Mio. t erreichen und damit 0,5 Mio. t unter der Rekordernte von 7,2 Mio. t aus dem Jahr 2013 liegen.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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