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Analyse

Europäischer Weizenexport kommt in Schwung

von , am
05.08.2014

Der europäische Weizenexport kommt mit der weiter fortschreitenden Ernte und dem wachsenden Angebot immer besser in Schwung

An der Matif war die Tonne Weizen nur noch 146,75 Euro je Tonne wert. © Mühlhausen/landpixel
 
Der europäische Weizenexport kommt mit der weiter fortschreitenden Ernte und dem wachsenden Angebot immer besser in Schwung. In den ersten vier Wochen des neuen Wirtschaftsjahres 2014/15 wurden nach den Angaben der EU-Kommission etwa 1,3 Mio. t Weichweizen der neuen Ernte ins Ausland verkauft. Das sind etwa 18 % weniger als im Rekordjahr 2013/14 zu diesem Termin (1,59 Mio. t), jedoch 75 % mehr als vor zwei Jahren (0,72 Mio. t). In der aktuellen Abrechnungswoche bis 29. Juli erreichte die in Drittländer verkaufte Weizenmenge (Lizenzen) sogar ihren bislang höchsten Wert von 540.000 t, nach 262.000 t in der Vorwoche. In der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013/14) lag die Ausfuhrmenge bei 566.000 t und damit nur geringfügig höher und vor zwei Jahren (2012/13) verkauften die Europäer in dieser Woche lediglich 283.000 t Weizen ins Ausland
 
Frankreich vor Rumänien und Deutschland
Größter Einzelexporteur in den ersten vier Juliwochen war Frankreich, mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 474.504 t. Die zweitgrößte Liefermenge kam mit 309.000 t Weizen aus Rumänien. Üblicherweise beginnt die Ausfuhr aus den beiden Schwarzmeerländern Rumänien und Bulgarien sehr früh im Wirtschaftsjahr. Auf Position drei der größten Exporteure lag in den ersten vier Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres Deutschland mit 210.548 t Weizen. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 167.800 t Weizen vermarket und aus Bulgarien gingen bisher 104.795 t Weizen auf den internationalen Markt. Kleinere Menge wurden zudem aus Ungarn, Schweden, Österreich und Dänemark verkauft.
 
Weizen-Importe laufen verhalten
Importiert wurden in den ersten vier Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres rund 144.000 t Weizen und damit etwas mehr als im vorigen Wirtschaftsjahr (110.000 t). Gleichzeig ist die Importmenge deutlich kleiner als vor zwei Jahren. Damals waren in den ersten vier Wochen 716.000 t Weizen aus Drittländern auf den europäischen Markt geflossen. Bislang gingen 54.000 t Weizen nach Italien und überraschenderweise 30.000 t nach Frankreich sowie 16.000 t nach Griechenland und 9.400 t nach Dänemark.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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