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Analyse

Export stabilisiert die Weizenpreise

von , am
15.01.2014

Eine Preiserholung beim Weizen in den USA und Kanada sowie gut behauptete Weizenpreise in Europa waren am Dienstag (14. Januar) zu beobachten.

© landpixel
 
Eine Preiserholung beim Weizen in den USA und Kanada sowie gut behauptete Weizenpreise in Europa waren am Dienstag (14. Januar) zu beobachten. Grund für die Preis-Erholung in Übersee waren Meldungen über eine anziehende Exportnachfrage. So kaufte Japan am Dienstag offenbar 180.000 t US-Weizen und auch Jordanien orderte 100.000 t. Gleichzeitig berichteten Händler über anhaltendes Kaufinteresse aus Ägypten sowie über weitere Verkaufsverhandlungen mit brasilianischen Weizeneinkäufern.
 
Weizenpreise in den USA erholen sich
Am Dienstag (14.01) legten die Weizenpreise in den USA und in Kanada zu, während sich die Kurse in Europa behaupten konnten. Dabei beendete der Märzkontrakt am Terminmarkt in Chicago (SRW) den Handel mit einem Aufschlag von 1,0 % auf umgerechnet 156 Euro/t (579,2 Ct/Bu) und auch der Maikontrakt legte um 1,0 % auf 158 Euro/t (586,2 Ct/bu) zu. Im vorbörslichen elektronischen Handel am Mittwoch Vormittag (MEZ) lagen die Weizenpreise allerdings wieder im Minus. Trotz der jüngsten Preis-Erholung liegen die Weizenpreise in Chicago für die Termine März bis Juli 2014 weiterhin unter der Marke von 160 Euro/t (595 Ct/bu) und erst für den Septemberkontrakt (162 Euro) leicht darüber.
 
US-Brotweizen deutlich im Plus, Absturz bei Gerste in Kanada
Der in Kansas gehandelte US-Brotweizen (HRW) beendete den Handel am Dienstag (14.01) sogar mit einem noch deutlicheren Plus als der Chicago-Weizen. Für den Märzkontrakt zogen die Preise um 2,0 % auf umgerechnet 169,9 Euro/t (630,4 Ct/bu) an und für den Maitermin um 1,6 % auf 170 Euro (632 Ct/bu). In Kanada konnten die Weizenpreise mit den festeren Kursen in Chicago ganz leicht zulegen, blieben aber im Vergleich weiter sehr niedrig. In Winnipeg wurde Brotweizen für den Märztermin mit umgerechnet 122 Euro/t gehandelt (183 CAD) und der Maitermin kostete noch gut 126 Euro/t (189 CAD). Im freien Fall befinden sich die kanadischen Preise für Futter-Gerste. Am Terminmarkt in Winnipeg rutschten die Kurse am Dienstag um 9,5 CAD auf umgerechnet 85 Euro/t (127 CAD) und haben damit innerhalb von 10 Tagen fast 20 % verloren.
 
Europäische Weizenpreise behaupten sich
In der Europäischen Union konnten sich die Preise für Weizen am Dienstag auf dem Vortagsniveau behaupten. Am Dienstag (14.01) kostete der Weizen für den März an der MATIF 195 Euro/t und damit eben so viel wie am Vortag. Der Mai ging ebenfalls unverändert mit 192 Euro/t aus dem Handel. Am Kassamarkt gaben die Weizenpreise nochmals leicht nach. Am Großmarkt in Hamburg handelte man Brotweizen am Dienstag (14. Januar) mit 197 Euro/t (-2). Futterweizen zur Lieferung im Januar kostete in Hamburg 196 Euro/t (-3) und A-Weizen wurde mit 199 Euro/t (-3) notiert. In Frankreich wurde Brotweizen am Dienstag im Großhandel (fob-Rouen) nur noch mit 192 Euro/t (-2) gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkomapss
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