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Analyse

Gute Erträge in der Ukraine

von , am
27.07.2015

In der Ukraine ist die Getreideernte in vollem Gang, nachdem stellenweise ergiebige Niederschläge den Beginn der Arbeiten Ende Juni und Anfang Juli zunächst hinausgezögert hatten.

© Mühlhausen/landpixel
Nach Einschätzung des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums muss in der Ukraine in diesem Jahr bei wichtigen Getreidearten mit einer kleineren Ernte als 2014 gerechnet werden. Der Grund ist ein teilweise deutlich eingeschränkter Anbau, hauptsächlich verursacht durch Finanzierungsengpässe der landwirtschaftlichen Betriebe. Die starke Abwährung des Landeswährung zwingt die Betriebe zu einem eingeschränkten Anbauprogramm mit reduzierter Intensität. Lediglich die mit Weizen bestellte Fläche wurde gegenüber dem Vorjahr kräftig ausgedehnt, nämlich um 792.000 ha auf 6,85 Mio. ha.
 
Soweit die Getreideflächen bis Mitte Juli abgeerntet waren, konnten die Erzeuger gute Erträge verzeichnen. Beim Weizen erreichte der Durchschnittsertrag 3,4 t/ha und bei Gerste waren es 2,9 t/ha. Günstige Witterungsbedingungen im Frühjahr und Frühsommer glichen den negativen Wettereinfluss während der Aussaatphase im vorigen Herbst offenbar weitgehend aus. Beim Mais könnte sogar noch eine überdurchschnittliche Ernte heranreifen, wenn nicht zu große Sommerhitze und Trockenheit vor allem im August die Pflanzen noch schädigen.

Flotter Export

In das neue Wirtschaftsjahr 2015/16 ist die Ukraine mit zügigen Exporten gestartet. Das staatliche Getreide- und Nahrungsmittel-Unternehmen will 1,5 Mio. bis 5 Mio. t Mais nach China liefern. Nach vorläufigen Angaben des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums exportierte das Land im vergangenen Wirtschaftsjahr insgesamt 10,8 Mio. t Weizen, 4,5 Mio. t Gerste und 18,8 Mio. t Mais. Wichtige Zielländer waren Ägypten, China, Saudi-Arabien, Südkorea und Spanien.
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