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Analyse

Russische Exportzölle für Weizen gelten ab Februar

von , am
02.01.2015

Russland führt mit Wirkung vom 1ten Februar 2015 Exportzölle bei Weizen ein

© Mühlhausen/landpixel
 
Russland führt mit Wirkung vom 1ten Februar 2015 Exportzölle bei Weizen ein. Das haben die russischen Behörden am 25. Dezember mitgeteilt. Gültig sind die neuen Festlegungen für die Weizenausfuhr aus Russland zunächst einmal bis zum 30. Juni und sollen dann überprüft werden. Ziel der Maßnahme ist es, den starken Anstieg der Weizenpreise am russischen Binnenmarkt abzubremsen und den Markt zu stabilisieren. Die Höhe des ab 1ten Februar 2015 geltenden Exportzolls für Weizen wird mit 15 % des Zollwertes der Ware angegeben, zuzüglich 7,5 Euro. Der Mindestzollsatz soll bei 35 Euro je Tonne Weizen liegen. Die bevorstehende Einführung der Exportzölle könnte die ohnehin schon sehr umfangreichen russischen Weizenexporte im Januar durchaus noch einmal kräftig ankurbeln.
 
Getreideexporte 30 Prozent höher als 2013
Bis Ende Dezember lagen die russischen Exporte von Weizen und Gerste weiterhin auf Rekordniveau. Bis zum 24ten Dezember 2014 wurde nach russischen Angaben bereits 20,41 Mio. t Getreide exportiert und damit 30 Prozent mehr als im letzten Jahr zu diesem Termin (15,7 Mio. t). Von den bisherigen Gesamtausfuhren waren 15,97 Mio. t Weizen, 3,12 Mio. Gerste und 1,07 Mio. t Mais. Bis zur Regulierung der russischen Exporte lagen die Erwartungen an die Getreideexporte 2014/15 bei etwa 30 Mio. t, davon entfielen etwa 22 Mio. t bis 23 Mio. t auf Weizen, 3 Mio. t auf Mais und mehr als 4 Mio. t auf Gerste.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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