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Analyse

Russland setzt Benchmark für Weizenpreise

von , am
15.06.2015

Russland setzt weiterhin die Benchmark für die Weizenpreise an den Exportmärkten im neuen Wirtschaftsjahr.

© Mühlhausen/landpixel
 
Russland setzt weiterhin die Benchmark für die Weizenpreise an den Exportmärkten im neuen Wirtschaftsjahr. Am vorigen Donnerstag (60.000 t) sowie am daraufolgenden Freitag (180.000 t) kaufte Ägypten im Rahmen von zwei Auktionen insgesamt 240.000 t Weizen der neuen Ernte in Russland und in Rumänien.
 
Damit bestätigte Russland bei der Auktion am Donnerstag erneut seine Preisführerschaft am internationalen Weizenmarkt. Die ebenfalls vorliegenden Angebote aus Rumänien, aus Frankreich und den USA waren am Donnerstag zu teuer (fob). Außerdem waren die Frachtkosten für den Weizen aus Frankreich und vor allem aus den USA deutlich zu hoch.
 
Russland mit den meisten Offerten, Frankreich zu teuer
Der Preis für den am Donnerstag gekauften russischen Weizen lag fob-Schwarzmeerhafen nur bei 190,5 USD/t, während sich die drei aus Rumänien vorliegenden Angebote zwischen 193,67 USD/t und 200,45 USD/t je t bewegten. Der französische Weizen wurde am Donnerstag (11.06) für 213,60 USD/t angeboten und der Weizen (SRW) aus den USA sollte 227,67 USD/t kosten.
 
Zuzüglich der Frachtkosten von 8,99 USD/t wurde der russische Weizen bei dieser Auktion von Ägypten für 199,50 USD/t gekauft. Insgesamt lagen bei der Auktion am Donnerstag (11.06) sieben Angebote aus Russland vor, zwei Angebote kamen aus Rumänien und jeweils ein Angebot kam aus Frankreich und den USA.

Rumänien ist ebenfalls wettbewerbsfähig
Einen Tag später, am Freitag (12.06), kaufte die ägyptische Importbehörde GASC dann weitere 180.000 t Weizen der neuen Ernte sowohl in Russland (60.000 t) als auch in Rumänien (120.000 t). Mitgeboten hatte am Freitag neben Russland und Rumänien außerdem erneut Frankreich sowie die Ukraine, die beide aber keinen Zuschlag erhielten. Zwar hatte die Ukraine diesmal den Weizen mit dem niedrigsten fob-Preis angeboten, jedoch waren die ukrainischen Frachtkosten zu hoch, um sich vor den russischen und rumänischen Angeboten zu platzieren.
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Die fob-Preise für den von Ägypten bei der Auktion gekauften Weizen aus Rumänien lagen bei 192,16 USD/t und der russische Weizen wurde am Freitag (12.06)  für 191,98 USD/t gekauft. Einschließlich Fracht (8,99) kostete der russische Weizen bei der Auktion am Freitag 200,97 USD/t  und der Weizen aus Rumänien 200,45 USD/t bzw. 200,97 USD/t. Die rumänischen Frachtkosten vom Schwarzmeerhafen Constanta lagen bei 8,29 USD/t bzw. 8,60 USD/t.
 
Ukraine mit dem niedrigsten fob-Preis
Der Weizen aus der Ukraine wurde am Freitag (12.06) für 190,01 USD/t angeboten und damit zu dem niedrigsten fob-Preis der gesamten Auktion. Jedoch lagen die Frachtkosten bei 13,80 USD/t und waren damit höher als die der beiden anderen Schwarzmeerländer Russland und Rumänien.
 
Der Preis für den französischen Weizen lag am Freitag bei 209,67 USD/t und war damit zwar etwas niedriger als ein Tag zuvor (213,60), jedoch immer noch deutlich über den fob-Preisen der drei Schwarz-Meerländer Russland, Rumänien und Ukraine. Insgesamt lagen bei der Auktion am Freitag (12.06) sechs Angebote aus Russland vor, zwei Offerten kamen aus Rumänien und jeweils ein Angebot kam aus Frankreich und der Ukraine.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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