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Analyse

Russland und Ukraine mit dem billigsten Weizen

von , am
09.07.2015

Der billigste Weizen kommt zum Beginn des neuen Wirtschaftsjahres aus Russland und der Ukraine.

© landpixel
 
Der billigste Weizen kommt zum Beginn des neuen Wirtschaftsjahres aus Russland und der Ukraine. Das zeigt jedenfalls die zweite Import-Auktion des weltweit größten Weizenimporteurs Ägypten in diesem Wirtschaftsjahr. Zur Lieferung im August kauften die Ägypter insgesamt 180.000 t Weizen aus Russland und aus der Ukraine.
 
Die fob-Preise für den gekauften Weizen lagen zwischen 200,5 USD (181,1 Euro) und 202,5 USD (182,9 Euro) und waren etwas niedriger als bei vorigen Auktion vor einer Woche. Einschließlich der Frachtkosten lagen die Einkaufpreise der Ägypter (cif) zwischen 212 USD/t (191,5 Euro) und 212,40 USD (191,9 Euro). Der ebenfalls angebotene Weizen aus Rumänien, aus Frankreich und aus den USA war zu Teil deutlich zu teuer.
 
Ukraine mit niedrigstem fob-Preis
Gekauft hat Ägypten diesmal zwei Partien zu je 60.000 Weizen in Russland, zu fob-Preisen von 202 USD/t (182,5 Euro) und 202,4 USD/t. (182,8 Euro). Die Frachtkosten für die beiden russischen Partien lagen bei jeweils 10 USD/t, so dass der Endpreis (cif) sich zwischen 212 USD und 212,4 USD bewegte.
 
Gekauft wurden außerdem 60.000 t Weizen in der Ukraine zu einem fob-Preis von nur 200,5 USD/t und zu Frachtkosten von 11,88 USD, so dass der Gesamtpreis am Ende bei 212,38 USD lag. Insgesamt lagen aus Russland bei der Auktion 6 Angebote vor und die fob-Preise bewegenden sich zwischen 202 USD/t und 209 USD/t. Aus der Ukraine gab es nur das eine von Ägypten gekaufte Angebot.
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Rumänien geht diesmal leer aus
Immerhin fünf Angebote kamen aus Rumänien. Hier lagen die fob-Preise zwischen 203,92 USD/t (184,2 Euro) und 207,88 USD/t (187,8 Euro) und damit etwas über den Preisen der bedien unmittelbaren Konkurrenten Russland und Ukraine. Die rumänischen Transportkosten werden je nach Handelsunternehmen mit 9,24 USD bis 9,89 USD angegeben.
 
Frankreich ist 20 USD zu teuer
Deutlich zu teuer war erneut der Weizen aus Frankreich, wo allein die fob-Preise der beiden angebotenen Partien zwischen bei 222,74 USD und 223,0 USD lagen und damit gut 20 USD teurer waren als die von Ägypten aus Russland und der Ukraine gekauften Partien. Die französischen Transportkosten werden 14,88 USD angegeben
 
US-Weizen ist nicht wettbewerbsfähig
Zwei Angebote kamen diesmal auch aus den USA. Angebote wurde sowohl Weizen der Sorte Soft-Red-Winter (Chicago) als auch Weizen der Sorte Hard-Winter. Für den SRW lag der von den US-Exporteuren geforderte fob-Preis bei 250,60 USD/t (226,3 Euro) und damit knapp 50 USD bzw. 24 % über den Preisen aus Russland. Die Preisvorstellungen (fob) für den Hard-Red-Winter-Weizen lagen sogar bei 260 USD (234,8 Euro) und damit noch höher.
 
Dr. Olaf Zinke
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