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Analyse

USA: Aussaat von Sommerweizen fast beendet

von , am
03.06.2014

Die Aussaat von Sommerweizen in den USA kommt mit dem wärmeren Wetter (ebenso wie in Kanada) zügig voran.

Im Osten sind die Preise für Agrarflächen in den letzten Jahren enorm gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Aussaat von Sommerweizen in den USA kommt mit dem wärmeren Wetter (ebenso wie in Kanada) zügig voran. Bis Mitte Mai hatten der lange Winter und massive Regenfälle die Aussaat sowie die Feldarbeiten in den Hauptanbaugebieten im Norden der USA behindert. Mittlerweile entspricht der Aussaatfortschritt beim Sommerweizen dem langjährigen Mittelwert. Die für 2014 insgesamt erwartete Aussaatfläche von Sommerweizen (ohne Durum) liegt nach der letzten Einschätzung des USDA bei 4,85 Mio. ha (12 Mio. Acres). Im letzten Jahr (2013) wurde auf 4,69 Mio. ha (11,6 Mio. Acres) Sommerweizen ausgesät und damit auf einer etwa 0,16 Mio. ha kleineren Fläche. Im Jahr 2013 hatte ein langer Winter im Norden der USA die Aussaat von Sommerweizen stark verzögert und nicht wenige Flächen waren am Ende nicht bestellt worden.
 
Aussaat kommt Anfang Juni zum Ende
Bis zum 2. Juni haben die US-Farmer auf insgesamt 88 % (Vw. 74 %) bzw. 4,268 Mio. ha der insgesamt geplanten Flächen (4,85 Mio. ha) Sommerweizen ausgesät. Damit wurden in der letzten Woche auf 0,68 Mio. ha Sommerweizen ausgesät. Vor zwei Wochen (bis 18. Mai) hatten die Farmer sogar auf 1,2 Mio. ha Sommerweizen ausgesät. Im Vorjahr war die Aussaat von Sommerweizen Anfang Juni erst zu 80 % abgeschlossen. Im langjährigen Mittel waren am 01. Juni rund 88 % des Sommerweizens bestellt und damit ebenso viel wie in diesem Jahr. Rund ein Viertel (14,52 Mio. t) der gesamten US-Weizenproduktion (57,96 Mio. t) waren im letzten Jahr (2013) Sommerweizen.
 
Norddakota und Minnesota noch nicht ganz fertig
Die wichtigsten US-Anbaustaaten für Sommerweizen sind Nord-Dakota, Montana, Minnesota sowie Süd-Dakota (nördliche Great Plains). Allein Nord-Dakota wird fast die Hälfte (44 %) des gesamten US-Sommerweizens angebaut. In Montana befinden sich 25 % der Sommerweizenfläche, in Minnesota und Süd-Dakota sind es jeweils 10 %. Kleinere Flächen finden sich noch in den Bundestaaten Idaho (5%) und Washington (4 %). In Minnesota waren bis zum 1. Juni rund 84 % (Vw. 67 %) der Flächen bestellt, in Norddakota 83 % (Vw. 59 %). In Montan betrug der Aussaatfortaschritt am 1. Juni rund 94 % (Vw. 90 %) und in Süddakota war die Aussaat zu 95 % (Vw. 89 %) abgeschlossen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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