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Analyse

USA: Schleppende Aussaat von Sommerweizen

von , am
16.04.2014

© Mühlhausen/landpixel

Sommerweizen haben die US-Farmer bis zum 13. April auf 6 % der geplanten Flächen ausgesät. Die meisten Bundesstaaten liegen beim Aussaattempo deutlich hinter dem langjährigen Mittelwert. Die für 2014 insgesamt erwartete Aussaatfläche von Sommerweizen (ohne Durum) liegt nach der letzten Einschätzung des USDA bei 4,85 Mio. ha (12 Mio. Acres). Im letzten Jahr (2013) wurde auf 4,69 Mio. ha (11,6 Mio. Acres) Sommerweizen ausgesät auf einer deutlich kleineren Fläche. Auch im letzten Jahr (2013) hatte ein sehr langer Winter im Norden der USA die Aussaat von Sommerweizen extrem verzögert und nicht wenige Flächen waren am Ende nicht bestellt worden.
 
Sommerweizen: Etwa ein Viertel der Produktion
Rund ein Viertel (14,52 Mio. t) der gesamten US-Weizenproduktion (57,96) waren im letzten Jahr Sommerweizen. Das in den nördlich gelegenen Bundesstaaten teilweise noch immer andauernde Winterwetter halten die Landwirte bislang noch davon ab mit der Aussaat zu beginnen. Das meldete das US-Landwirtschaftsministerium Anfang der Woche (13.04) in seinem ersten Bericht zum Stand der Aussaat bei Sommerweizen.
 
Anbau konzentriert sich auf den Norden
Die wichtigsten US-Anbaustaaten für Sommerweizen sind Nord-Dakota, Montana, Minnesota sowie Süd-Dakota (nördliche Great Plains). Allein Nord-Dakota wird beinahe die Hälfte (44 %) des gesamten US-Sommerweizens angebaut. In Montana befinden sich immerhin 25 % der Sommerweizenfläche, in Minnesota und Süd-Dakota sind es jeweils 10 %. Kleinere Flächen finden sich unter anderem noch in den Bundestaaten Idaho (5%) und Washington (4 %).
 
In den Hauptanbaustaaten noch nicht begonnen
In Minnesota hat die Aussaat bis zum 13. April noch nicht begonnen und auch in Nord-Dakota haben die Farmer noch nichts von den geplanten Flächen bestellt. Im langjährigen Mittel hatten die Farmer in Minnesota bereits 13 % der Flächen bestellt und in Nord-Dakota waren es 5 %. In Süddakota haben die Farmer bis zum 13. April 2014 etwa 6 % der Fläche bestellt, gegenüber 22 % im langjährigen Mittel und in Montana waren es 3 % im Vergleich zu 13 % im langjährigen Durchschnitt. Am weitesten sind die Farmer derzeit in Idaho mit 56 % der geplanten Aussaatfläche und liegen damit auch über dem langjährigen Durchschnitt von 31 %.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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