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Analyse

USA/Weizen: Keine Verbesserung beim Weizen

von , am
20.05.2014

Offensichtlich konnte der Regen in den wichtigsten Anbaugebieten für Winterweizen zumindest in der letzten Woche den Wachstumszustand der Pflanzen nicht verbessern.

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© iofoto/Fotolia
 
Offensichtlich konnte der Regen in den wichtigsten Anbaugebieten für Winterweizen zumindest in der letzten Woche den Wachstumszustand der Pflanzen nicht verbessern. Vielmehr war das Gegenteil der Fall, wie das aktuelle Crop-Monitoring des USDA für die Woche bis zum 18. Mai zeigt. Nach der letzten Erhebung des USDA befanden sich am 18. Mai nur noch 29 % des gesamten US-Winterweizens in gutem oder sehr gutem Zustand, während sich 44 % des Weizens in schlechter oder sehr schlechter Verfassung befanden. In Woche bis zum 11. Mai befanden sich noch 30 % der Weizenpflanzen in gutem oder gutem Zustand und 42 % wurden als schlecht oder sehr schlecht eingestuft. Damit hat sich der Zustand der Weizenpflanzen nochmals verschlechtert.
Am 18. Mai des Vorjahres (2013) befanden sich nach dem Crop-Monitoring des USDA (auch wegen Trockenheit) ebenfalls nur 31 % des Winterweizens in gutem oder sehr gutem Zustand, während 41 % des Weizens in schlechter oder sehr schlechter Verfassung war. Letzte Woche hat sich der Zustand der Weizenpflanzen in Kansas, Oklahoma und Colorado weiter verschlechtert, während die Situation in Texas unverändert (schlecht) blieb.
 
Erntefläche 18 % kleiner als Aussaatfläche
Die US-Analysten von Informa Economics haben letzten Freitag (16.05) sowohl Anbaufläche als auch die Produktion beim US-Weizen etwas größer eingeschätzt als das USDA in seiner letzten Prognose. Mit einer Aussaatfläche von 56,1 Mio. Acres (22,71 Mio. ha) und einer Erntefläche von 46,3 Mio. Acres (18,74 Mio. ha) liegt Informa etwas über der Schätzung des USDA, mit einer Aussaatfläche von 55,8 Mio. Acres (22,59 Mio. ha) und einer Erntefläche und 45,9 Mio. Acres (18,58 Mio. ha). Bei beiden Schätzungen wurde die Erntefläche im Vergleich zur Aussaatfläche wegen der Trockenheit und Auswinterung deutlich um etwa 18 % bzw. fast 4 Mio. ha reduziert. Das Ergebnis der Informa-Prognose ist eine etwas größere Produktion in den USA von 1,979 Mio. Bu (53,92 Mio. t) gegenüber der letzten USDA-Schätzung von 1.963 Mio. bu (53,49 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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