Login
Analyse

USA/Weizen: Mehr als 80 % des Winterweizens geerntet

von , am
30.07.2013

Der Winterweizen ist in den USA in der Woche bis zum 28. Juli zu 81 % geerntet.

Der Weizen liegt an der CBoT deutlich unter dem Vorjahresniveau. © Yvonne Jpunkt/aboutpixel.de
 
Der Winterweizen ist in den USA in der Woche bis zum 28. Juli zu 81 % geerntet. Das meldete das US-Landwirtschaftsministerium in seinem wöchentlichen Report. Im Vergleich zur Vorwoche (75 %) ist dies eine Zunahme der abgeernteten Winterweizenfläche um rund 6 Prozentpunkte bzw. etwa 0,8 Mio. ha. Gleichzeitig bewegt sich der aktuelle Erntestand Ende Juli in etwa auf dem langjährigen Mittelwert von 82 %. Die Weizenpreise gaben in der letzten Woche in den USA ebenso nach wie in Europa. Am Anfang dieser Woche konnten sich die Notierungen jedoch auf dem ermäßigten Niveau behaupten.
 
Schon mehr als 34 Mio. t Weizen geerntet
Überträgt man den bisherigen Erntestand auf die Anbau- und Produktionsschätzung des USDA, waren bis 29. Juli etwa 10,58 Mio. ha der von der erwarteten Winterweizenfläche von 13,06 Mio. abgeerntet. In der Woche bis 29. Juli ernteten die US-Farmer den Winterweizen von etwa 0,8 Mio. ha. Von der für 2013 insgesamt erwarteten Winterweizen-Produktion von 41,99 Mio. t sind damit bis 29. Juli etwa 34,00 Mio. t eingebracht.
 
Weizenpreise stabilisieren sich
Die Weizenpreise gaben in der letzten Woche nach. Ein Grund war der Angebots- und Vermarktungsdruck aus der aktuellen Ernte. Hinzu kam der massive Druck, der von den rückläufigen Mais- und Sojapreisen ausging. Zum Beginn dieser Woche konnte sich die US-Weizenpreise auf dem ermäßigten Niveau stabilisieren. Am Montag (29.07) kostete der in Chicago gehandelte Weizen der Sorte Soft Red Winter (SRW) umgerechnet 180 Euro/t (Septembertermin) und damit 4 Euro weniger als letzte Woche. Gleichzeitig wurde der Dezembertermin für umgerechnet 184 Euro gehandelt und der Märzkontrakt für 186 Euro/t. Im vorbörslichen elektronischen Handel legten die Weizenpreise am Dienstag in den USA leicht zu.
 
Europäischer Brotweizen billiger als US-Ware
US-Brotweizen der Sorte Hard Red Winter (September) wurde am Terminmarkt am Montag für umgerechnet 191 Euro/t (-5) notiert und der Dezembertermin kostete 194 Euro/t (-5). Am europäischen Terminmarkt in Paris kostete der Novembertermin für Brotweizen am Montag rund 186 Euro/t und der Januar 187 Euro/t. Im Vergleich zur Vorwoche war dies ein Preisabschlag von etwa 6 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant