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Analyse

USDA-Report: Europäer exportieren so viel Weizen wie noch nie

von , am
11.03.2014

Das USDA hat den globalen Weizenexport um weiter 3 Mio. t auf den neuen Rekordwert von 158,4 Mio. t von nach oben gesetzt.

Der Internationale Getreiderat setzte sowohl die globale Weizenernte als auch die weltweiten Weizenbeständen auf neue Rekordwerte nach oben. © Mühlhausen/landpixel

 
Das USDA hat den globalen Weizenexport im März nochmals um 3 Mio. t auf den neuen Rekordwert von 158,4 Mio. t  nach oben gesetzt. Damit liegt die globale Handelsmenge  jetzt rund 11 Mio. t über dem Vorjahreswert (147 Mio. t). Der Export der EU-Länder steigt  im März-Report des USDA nochmals kräftig von 27,5 Mio. t auf den neuen Rekordwert von 29,0 Mio. t (Vj. 22,6 Mio. t). Dagegen bleibt die kanadische Ausfuhrmenge (trotz der Riesenernte) unverändert bei 22,5 Mio. t. Der US-Export bleibt ebenfalls unverändert  zur letzten Schätzung bei 31,5 Mio. t (Vj. 27,7 Mio.t). Damit sind die Europäer mit ihrer Ausfuhremenge sehr sicht an den Exportweltmeister USA herangerückt. Die russische Ausfuhrmenge nimmt das USDA im März-Report um 1,0 auf 17,5 Mio. t nach oben. Die ukrainische Ausfuhr bleibt mit 10,0 Mio. t  unverändert verändert und auch der kasachische Export bleibt im März mit 7,0 Mio. tstabil.
 
Bestände kaum verändert
Unverändert gelassen hat das USDA im März-Report die globalen Weizenbestände. Auch die Weizenbestände in den USA blieben im Vergleich zur letzten Schätzung stabil. Erwartet hatten die Analysten hingegen einen leichten Rückgang der globalen Endbestände von 183,7 Mio. t auf 183,4 Mio. t und wegen der sich zuletzt etwas abschwächenden US-Exporte einen moderaten Anstieg der US-Endbestände von15,2 Mio. t auf 15,45 Mio. t. Andererseits sind die globalen Weizenbestände (trotz der Riesenernte) mit knapp 184 Mio. t nur 8 Mio. t höher als im Vorjahr (176 Mio. t). 
 
Produktion und Verbrauch noch größer
Um rund 1,0 Mio. t auf 712,7 Mio. t nach oben gesetzt hat das USDA im März-Report die globale Rekordproduktion beim Weizen. Gleichzeitig wurde auch der Rekord-Verbrauch von 704 Mio. t auf knapp 705 Mio. t angehoben und liegt damit gerade einmal 8 Mio. t unter der Erntemenge. Für Australien hat das USDA die Ernte im März nochmals um 0,5 Mio. t auf 27,0 Mio. t nach oben gesetzt. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die australische Produktion damit  rund 4,5 Mio. t größer. Für Argentinien hat das USDA die Ernte  hingegen unverändert bei 10,5 Mio. t belassen. Unverändert blieb auch die endgültige Produktionsmenge in Russland mit 52,0 Mio. t und für die Ukraine änderte man mit 22,3 Mio. t auch nichts mehr. Für die EU wurde die Produktion mit 142,9 Mio. t ebenfallls nicht mehr verändert (dav. knapp 135 Mio. t Weichweizen). Ganz leicht von 122,0 Mio. t auf 121,7 Mio. t nach unten gesetzt hat das USDA hingegen die Weizenernte für China und für Indien setzte man die endültige Erntemenge von 92,5 Mio. t auf 93,5 Mio. t nach oben.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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