Login
Analyse

USDA-Report: Weizenmarkt findet (noch) keinen Halt

von , am
14.07.2014

Kurz nach der Veröffentlichung der neuen Daten wurde der Weizen in Chicago mit einem Abschlag von 3,3 % gehandelt.

© landpixel
 
Eine Ursache für die recht heftigen Marktreaktionen beim Weizen war die Aufwärtskorrektur der globalen Weizenernte von 702 Mio. t auf von 705 Mio. t und damit verbunden eine weitere Zunahme der globalen Endbestände auf knapp 190 Mio. t. Größere Ernten als noch im Juni-Report erwartet das USDA für die USA, für EU, für die Ukraine und für Australien.
 
Dafür ging es für Kanada (kleinere Fläche) und in Kasachstan mit der Ernteprognose leicht nach unten. Nicht verändert hat das USDA die Ernteprognose für Russland. Für die USA wurde die Ernte wegen der größeren bei Sommerweizenernte um knapp 4 % nach oben korrigiert. Wegen der etwas größeren Ernte hat das USDA auch die US-Bestände für für die nächste Saison kräftig nach oben korrigiert.
 
Bei den Exporten soll EU die Exporte der Amerikaner in zurückliegenden Wirtschaftsjahr fast erreichen und im nächsten Jahr erwartet das USDA, dass die EU die USA als größten Weizenexporteuer überholt. Alles in allem wirken die neuen Daten und Prognosen zum Weizenmarkt zunächst einmal ausgesprochen bärisch. Vor diesem Hintergrund wurde der Weizen in Chicago am Freitag kurz nach der Veröffentlichung der neuen Daten mit einem Abschlag von 3,3 % gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant