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Analyse

USDA/Weizen: Wachsende Bestände, weniger Exporte

von , am
10.04.2014

Deutlich stärker als erwartet nach oben gesetzt hat das USDA die globalen Weizenbestände.

© landpixel
Stärker als zuvor erwartet hat das USDA in seinem April-Report die globalen Weizenbestände nach oben gesetzt. Auch die Weizenbestände in den USA wurden stärker als von den Analysten zuvor geschätzt nach oben korrigiert. Erwartet wurden relativ stabile globale Endbestände von 183,7 Mio. t und wegen der sich preisbedingt zuletzt abschwächenden US-Exporte ein Anstieg der US-Endbestände von 15,2 Mio. t auf 15,8 Mio. t. Das USDA hat nun aber die globalen Endbestände im Aprilreport von 183,8 Mio. t auf 186,7 nach oben korrigiert. Gleichzeitig wurden auch die US-Bestände von 15,2 Mio. t auf 15,9 Mio. t nach oben gesetzt. Diese deutliche Aufstockung der Bestände setzte die Weizenpreise sowohl in den USA als auch am Weltmarkt unter Druck.
 
Europäer weiter mit Export-Rekord
Den globalen Weizenexport hat USDA um 2 Mio. t auf 156,8 Mio. t nach unten gesetzt. Grund sind die um 1,5 Mio. t auf 7,0 Mio. t reduzierten Importe Chinas. Damit liegt die globale Handelsmenge allerdings immer noch knapp 10 Mio. t über dem Vorjahreswert (147 Mio. t) und ist auch weiterhin ein neuer Ausfuhrrekord. Der Export der EU-Länder bleibt zudem auf dem neuen Rekordwert von 29,0 Mio. t. Die kanadische Ausfuhr wird hingegen vom USDA von 22,5 Mio. t auf 22,0 Mio. t reduziert. Der US-Export bleibt dagegen unverändert bei 31,5 Mio. t (Vj. 27,7 Mio. t) und damit nur noch knapp üer der Ausfuhrmenge der EU.
 
Ukrainische Exporte etwas  kleiner
Die russische Ausfuhr für das laufende Wirtschaftsjahr 2013/14 hat das USDA im April unverändert bei 17,5 Mio. t belassen. Der ukrainische Export wurde jedoch um 0,5 Mio. t auf 9,5 Mio. t reduziert und auch die australische Exportmenge wurde von 18,5 Mio. t auf 18,0 Mio. t gesenkt. Dagegen hat das USDA den kasachische Export im April um 0,5 Mio. t auf 7,5 Mio. t angehoben. Unverändert bei 712,5 Mio. t belassen hat das USDA im Aprilreport die globale Rekordproduktion für das aktuelle Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig wurde der Rekord-Verbrauch von 704,8 Mio. t auf knapp 702,4 Mio. t gesenkt und liegt damit 10 Mio. t unter der Rekordproduktion.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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