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Analyse

Weizen/Auktion: Billiger US-Weizen sticht Frankreich aus

von , am
22.09.2014

Erstmals in diesem Wirtschaftsjahr erhielt US-Weizen einen Zuschlag.

© Nightman1965/Fotolia
Nur wenige Tage nach dem letzten Einkauf hat der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten im Rahmen einer Auktion am Samstag (20.09) erneut Weizen eingekauft. Erstmals in diesem Wirtschaftsjahr erhielt allerdings US-Weizen einen Zuschlag, denn die Angebote aus Übersee waren einschließlich Frachtkosten billiger als die Offerten der Wettbewerber aus Frankreich, Russland und Rumänien. Gleichzeit war der Weizen (fob) aus Frankreich rund 11 USD billiger als das günstigste Angebot aus Russland. Einschließlich Frachtkosten war der Angebotspreis des Gewinners (244,22 USD) noch einmal niedriger als bei der letzten Auktion (247,49 USD).
 
Weltmarktpreise weiter rückläufig
Diesmal kaufte die staatliche ägyptische Importbehörde GASC den Weizen ausschließlich in den USA. Der Durchschnittspreis des von Ägypten diesmal gekauften Weizens lag einschließlich der Frachtkosten bei 244,22 USD/t (190 Euro/t) nach einem Einkaufpreis von 247,59 USD/t (193 Euro/t) bei der letzten Auktion vor einer Woche, als lediglich Frankreich einen Zuschlag erhielt. Mitgeboten haben diesmal neben den USA auch Frankreich, Russland und Rumänien. Aus der Ukraine lagen keine Angebote vor. Insgesamt haben die Ägypter damit im neuen Wirtschaftsjahr ab dem 1. Juli bereits 1,42 Mio. t Weizen über Exportausschreibungen gekauft.
 
US-Weizen diesmal am billigsten
Aus den USA lagen bei dieser Ausschreibung zwei Angebote vor. Gekauft wurden 55.000 t Soft Red Winter zu einem fob-Preis von 222,22 USD/t (173 Euro) und Frachtkosten von 22 USD/t. Beim zweiten nicht berücksichtigte US-Angebot lag der fob-Preis mit 223,80 USD/t (174 Euro) nur geringfügig höher und war der zweitbeste Preis der Auktion. Die Preise für den angebotenen US-Weizen der Sorte Soft Red Winter waren ohne Frachtkosten (fob) mit Abstand am günstigsten. Dabei lag auch der Gesamtpreis (einschließlich Fracht) etwas unter dem günstigsten französischen Angebot.
 
Frankreich ist billiger als Russland
Aus Frankreich lagen bei der aktuellen Auktion fünf Angebote vor. Der fob-Preis für den günstigsten französischen Weizen lag bei 230,74 USD/t (179,6 Euro).Das waren etwa 11 USD weniger als das günstigste Angebot aus Russland und 15 USD weniger als die Forderung für den rumänischen Weizen. Die fob-Preise für die übrigen französischen Angebote bewegten sich zwischen 232,74 USD/t (181 Euro) und 239,50USD/t (186,4 Euro). Die französischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 15,43 USD/t und 18,97 USD/t.
 
Russlands Weizen weiterhin zu teuer
Keinen Zuschlag erhalten Russland. Die fob-Preise waren erneut deutlich höher als die aus Frankreich und wurden auch durch die niedrigen Transportkosten nicht kompensiert. Dabei lagen diesmal vier russische Angebote vor. Die Preise für den angebotenen russischen Weizen lagen ohne Frachtkosten (fob) zwischen 241,85 USD/t (188 Euro) und 243,00 USD/t (189 Euro). Die russischen Frachtkosten lagen je nach Handelsunternehmen zwischen 12,38USD/t und 12,43 USD/t.
 
Rumänien diesmal ohne Chance
Aus Rumänien lag bei der aktuellen Auktion lediglich ein Angebot vor. Die Preisforderungen für den rumänischen Weizen lagen ohne Fracht (fob) bei 246,98 USD/t (192 Euro). Die Frachtkosten vom rumänischen Schwarzmeerhafen Constanta waren allerdings außerordentlich niedrig und lagen nur bei 11,94 USD/t
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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