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Analyse

Weizen/Auktion: Exportpreise gefallen, Schwarzmeerländer liefern

von , am
14.04.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte am Freitag (11.04) insgesamt 230.000 t Weizen im Rahmen einer Auktion.

© krick/agrar-press
 
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte am Freitag (11.04) insgesamt 230.000 t Weizen im Rahmen einer Auktion. Die letzte Auktion liegt rund 3 Wochen zurück und hatte Mitte März stattgefunden. Einen Zuschlag erhielten diesmal Rumänien, Russland und die Ukraine. Rumänien bleibt damit im laufenden Wirtschaftsjahr der wichtigste Lieferant für Ägypten. Der von Ägypten gezahlte durchschnittliche Auktionspreis war mit 300 USD/t bzw. umgerechnet 217,6 Euro/t (einschließlich Fracht) rund 12 USD/t niedriger als bei der letzten Auktion Mitte März. Der vereinbarte Lieferzeitraum ist der 1te bis 10te Mai.
 
Rumänien liefert am meisten
Gekauft haben die Ägypter bei dieser Auktion 120.000 t Weizen aus Rumänien. Der Preis für die rumänische Lieferung lag einschließlich Fracht (C&F) bei 300,79 USD/t (217,96 Euro). Dabei wurde der fob-Preis mit 290,38 USD/t angegeben und die Frachtkosen mit 10,52 USD/t. Bei der Auktion Mitte März hatte der rumänische Weizen  313,24 USD/t gekostet (227 Euro) und damit rund 13 USD/t mehr.
 
Russland diesmal am billigsten
Ein Zuschlag erhalten hat erneut Russland, über die Lieferung von 60.000 t Weizen. Der Preis für die russische Lieferung lag einschließlich Fracht (C&F) bei 298,63 USD/t (216,40 Euro). Damit war Russland bei dieser Auktion der billigste Anbieter. Dabei wurde der fob-Preis mit 287,40 USD/t angegeben und die Frachtkosen mit 11,23 USD/t. Bei der Auktion Ende März hatte der russische Weizen 311,79 USD/t gekostet (226 Euro) und damit rund 10 Euro mehr.
 
Ukraine wieder mit dabei
Den dritten Zuschlag erhielt diesmal die Ukraine, über die Lieferung von 55.000 t Weizen. Der Preis für den ukrainischen Weizen lag einschließlich Fracht (C&F) bei 300,97 USD/t (218 Euro). Dabei wurde der fob-Preis mit 286 USD/t angegeben und die Frachtkosen mit 14,97 USD/t. Bei der letzten Auktion Mitte März war die Ukraine nicht mit dabei.
 
USA und Frankreich zu teuer
Leer ausgegangen sind bei dieser Auktion die USA, die Mitte März noch einen Zuschlag über die Lieferung von 55.000 t Weizen (SRW) erhalten hatte. Auch aus Frankreich hat Ägypten bei dieser Ausschreibung (erneut) keinen Weizen gekauft. Beide Anbieter waren zu teuer.  Der US-Weizen kostete 290,90 (fob) und dazu kommen zwischen 26,97 USDT/t und 29,50 USD/t Frachtkosten. Der billigste Weizen aus Frankreich lag im Preis bei 306,50 USD/t (fob) zuzüglich 14,00 USD bis 17,00 USD/t Frachtkosten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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