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Analyse

Weizen/Auktion: Rumänien und Russland sind Gewinner

von , am
02.07.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte Anfang Juli 240.000 t Weizen aus Rumänien und Russland .

© Mühlhausen/landpixel
 
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte Anfang Juli 240.000 t Weizen aus Rumänien und Russland. Dabei kaufen die Ägypter 180.000 t Weizen in Rumänien und 60.000 t in Russland. Gleichzeitig spiegeln die bei der Auktion erzielten Weizenpreise noch nicht den kräftigen Preisrutsch vom Anfang dieser Woche wider. Die Angebotspreise der Exporteure waren im Vergleich zur letzten Auktion vom 16. Juni ähnlich hoch. Der Durchschnittspreis des von Ägypten gekauften Weizens lag einschließlich der Frachtkosten bei 262,18 USD/t (192 Euro/t) nach einem Exportpreis von 262,15 USD/t (192 Euro/t) bei der letzten Auktion Mitte Juni. Allerdings waren die insgesamt angebotenen Mengen nochmals größer als beim letzten Mal. Vereinbarter Lieferzeitraum ist der 11te bis 21te August. Mitgeboten haben neben Rumänien und Russland außerdem auch Frankreich und die USA.
 
Rumänien weiterhin am billigsten
Die billigsten Angebote kamen bei der aktuellen Auktion (einschließlich Fracht) aus Rumänien. Insgesamt lagen aus dem EU-Mitgliedsland mit dem Schwarzmeerhafen Constanta sechs Angebote von verschiedenen Exporteuren vor. Gekauft hat Ägypten drei Partien zu je 60.000 t Weizen. Die Preise für die rumänischen Lieferungen lagen einschließlich Fracht (C&F) zwischen  261,97 USD/t (190,78 Euro) und 263,35 USD/t (192,79 Euro). Dabei wurde der fob-Preise mit 251,87 USD/t (184,4 Euro) und 252,75 USD/t (188,5 Euro) angegeben und die Frachtkosten mit lagen für alle Offerten zwischen 10,10 USD/t und 10,85 USD/t. Die fob-Preise für die übrigen rumänischen Angebote lagen zwischen 253,86 USD/t (185,8 Euro) und 259,9 USD/t (190,2 Euro).
 
Russland mit den meisten Angeboten
Einen Zuschlag erhalten hat erneut Russland über die Lieferung von 60.000 t Weizen. Insgesamt lagen allerdings neun russische Angebote vor. Der Preis für die russische Lieferung lag einschließlich Fracht (C&F) bei 263,09 USD/t (192,5 Euro) und damit gut 4 USD/t billiger als beim letzten Mal. Dabei wurde der fob-Preise mit 252,39 USD/t (184,7 Euro) angegeben und die Frachtkosten mit 10,70 USD/t. Die Frachtkosten für die übrigen russischen Offerten mit lagen zwischen 10,75 USD/t und 10,95 USD/t. Die fob-Preise für die übrigen russischen Angebote wurden mit 252,49 USD/t (184,8 Euro) bis 259,00 USD/t (189,6 Euro) angegeben.
 
USA gehen leer aus, Preise fallen weiter
Leer ausgegangen sind auch bei dieser Auktion die USA, die zuletzt Mitte März einen Zuschlag über die Lieferung von 55.000 t Weizen erhalten hatten. Der Preis für den angebotenen US-Weizen der Sorte Soft Red Winter (SRW) lag einschließlich Fracht (C&F) bei 286,97 USD/t (210 Euro/t). Dabei wurde der fob-Preise mit 259 USD/t (189,6 Euro) angegeben und die Frachtkosten mit 27,97 USD/t (!!). Damit war der angebotene US-Weizen auch von den fob-Preisen teurer als der Weizen aus Rumänien und Russland und hatte einschließlich Fracht erst recht keine Chance. Für Dienstag (01. Juli) Abend wurden an den US-Häfen bereits deutlich niedrigere Exportpreise für Weizen der Sorte SRW von 245 USD/t (179 Euro) genannt.
 
Französischer Weizen weiterhin zu teuer
Aus Frankreich lagen bei dieser Ausschreibung fünf Angebote vor. Der Preis für den billigsten französischen Weizen lag einschließlich Fracht (C&F) bei 275,16 USD/t (202 Euro) und damit eben so teuer wie vor zwei Wochen. Dabei wurde der niedrigste fob-Preis mit 259,69 USD/t (190 Euro) angegeben und die Frachtkosen mit 15,47 USD/t. Die übrigen französischen Angebote kosteten (fob) 259,85 USD/t (190 Euro) und 262,34 USD/t (192 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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