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Analyse

Weizen/Auktion: Ukraine gewinnt knapp, US-Weizen sehr billig

von , am
19.05.2014

Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte im Rahmen einer Auktion am letzten Freitag (16.05) 55.000 t Weizen

© landpixel
 
Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte im Rahmen einer Auktion am letzten Freitag (16.05) 55.000 t Weizen. Die letzte Auktion hatte am 02. Mai stattgefunden. Einen Zuschlag erhielt diesmal nur die Ukraine. Der im Rahmen der Auktion ebenfalls angebotene Weizen aus Frankreich und den USA war einschließlich der Frachtkosten zu teuer. Dabei waren die Weizenpreise sowohl für den US-Weizen als auch für die Ware aus Frankreich deutlich gefallen und erheblich niedriger als bei der letzten Auktion Anfang Mai. Der von den ägyptischen Einkäufern gezahlte Auktionspreis war mit 302,49 USD/t bzw. umgerechnet knapp 221 Euro/t (einschließlich Fracht) geringfügig höher wie bei der letzten Auktion.
 
Ukraine (noch) mit den niedrigsten Exportpreisen
Einen Zuschlag erhielt bei dieser Auktion lediglich die Ukraine über die Lieferung von 55.000 t Weizen. Der Preis für den ukrainischen Weizen lag einschließlich Fracht (C&F) bei 302,49 USD/t (221 Euro/t)und war damit geringfügig höher als bei der letzten Auktion mit 301,37 USD/t (220 Euro). Dabei wurde der fob-Preis mit 289 USD/t (211 Euro) angegeben und lag damit ebenfalls höher als bei de letzten Auktion mit 285,87 USD/t (209 Euro). Dagegen waren die Frachtkosten mit 13,49 USD/t etwas niedriger als vor drei Wochen mit 15,15 USD/t. Einschließlich der Frachtkosten war die Ukraine bei dieser Auktion der billigste Anbieter. Allerdings war die fob-Preise sowohl für den US-Weizen als auch für den Weizen aus Frankreich deutlich gefallen.
 
US-Weizen am billigsten, Frachtkosten zu hoch
Leer ausgegangen sind bei dieser Auktion erneut die USA. Allerdings sind die US-fob-Preise kräftig gefallen und liegen mittlerweile deutlich niedriger als die Weizenpreise in der Ukraine und in Frankreich. Gleichzeitig sind jedoch die Frachtkosten noch immer zu hoch. Der Preis für den angebotenen US-Weizen der Sorte Soft Red Winter (SRW) lag einschließlich Fracht (C&F) bei 310,37 USD/t (226,5 Euro) nach 329,14 USD/t (240 Euro/t) beim letzten Mal. Dabei wurde der fob-Preise mit 289 USD/t (211 Euro) angegeben nach 301,74 USD/t (220 Euro) bei der letzten Auktion und die Frachtkosten mit 27,40 USD/t. Im Vergleich zur letzten Auktion ist dies ein Preisrückgang von knapp 13 USD/t oder 7 % .
 
Französische Exportpreise kräftig gefallen
Aus Frankreich hat Ägypten bei dieser Ausschreibung ebenfalls keinen Weizen gekauft. Aber auch in Frankreich waren die Preise gegenüber der letzten Auktion kräftig gefallen. Der Preis für den französischen Weizen lag einschließlich Fracht (C&F) bei 305,75 USD/t (223 Euro) nach 315,2 USD/t (230 Euro) bei der letzten Auktion. Dabei wurde der fob-Preise mit 291 USD/t (212 Euro) angegeben nach 300,45 USD/t (219 Euro) beim letzten und die Frachtkosen mit 14,75 USD/t. Das ist im Vergleich zur letzten Auktion ein Preisrückgang von gut 9 USD/t. Gleichzeitig kostet der Weizen aus Frankreich (fob) derzeit nur noch 2 USD/t mehr als der ukrainische Weizen aber 8 USD/t (fob) mehr als der Weizen aus den USA.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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