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Analyse

Weizen/EU: Weizenexport erreicht Rekordwert

von , am
09.09.2014

Die europäischen Weizenexporte laufen ungeachtet aller Qualitätsdiskussionen weiterhin außergewöhnlich gut.

© Nightman1965/Fotolia
Die europäischen Weizenexporte laufen ungeachtet aller Qualitätsdiskussionen weiterhin außergewöhnlich gut. Zum Monatswechsel kletterte die wöchentliche Verkaufsmenge (Lizenzen) auf ihren bislang höchsten Wert. Zudem erreichte die in den ersten 10 Wochen des Wirtschaftsjahres exportierte Weizenmenge jetzt den Rekordwert aus dem letzten Jahr. Deutschland verkaufte nach Frankreich und vor Rumänien bislang der zweitgrößte Menge Weizen in Drittländer. In den ersten zehn Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 wurden nach den Daten der EU-Kommission etwa 4,65 Mio. t Weichweizen (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das ist eine ähnlich große Exportmenge wie im Rekordjahr 2013/14. Damals wurden bis zu diesem Termin 4,67 Mio. t Weizen exportiert und im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2012/13 (2,13 Mio. t) sind die Exporte derzeit mehr als doppelt so hoch.
 
Höchste Wochenausfuhr des Wirtschaftsjahres
In der aktuellen Abrechnungswoche bis 02. September erreichte die in Drittländer verkaufte Weizenmenge (Lizenzen) einen Umfang von 852.000 t, nach 653.000 t in der Vorwoche und 600.000 t davor. In der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013/14) lag die Ausfuhrmenge bei 550.000 t und war damit deutlich kleiner. Vor zwei Jahren (2012/13) verkauften die Europäer in dieser Woche lediglich 318.000 t Weizen ins Ausland. Größter Einzelexporteur in der Woche bis zum 02. September war diesmal Frankreich mit einer Ausfuhrmenge von 350.000 t (Vw: 82.000 t). Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 164.000 t aus Deutschland (Vw: 227.000 t). In den beiden Wochen zuvor verkauften die Deutschen jeweils die größte Menge Weizen. Auf Position drei der größten Exporteure lag in der letzten Woche Lettland mit 75.000 t (Vw.: 0 t) Weizen. Aus Litauen wurden 91.000 t (Vw. 63.000 t) Weizen verkauft, aus Rumänien 71.000 t (Vw: 110.000 t), aus Bulgarien 28.000 t (Vw: 72.000 t), und aus Polen 26.000 t (Vw: 92.000 t). Über die niederländischen Exporthäfen wurden 39.000 t Weizen vermarket.
 
Deutschlands Weizen-Exporte jetzt über 1 Mio. t
Größter Einzelexporteur in den ersten zehn Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres ist weiter Frankreich, mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 1,48 Mio. t. Die zweitgrößte Liefermenge kommt bislang mit insgesamt 1,09 Mio. t Weizen aus Deutschland. Auf Position drei der größten Exporteure liegt in den ersten zehn Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres Rumänien mit 0,93 t Weizen. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 0,33 t Weizen vermarket und aus Bulgarien gingen bisher 0,23 Mio. t Weizen auf den internationalen Markt. Polen Exportierte bislang 0,18 Mio. t, Litauen 0,16 Mio. t. Kleinere Mengen wurden bislang zudem aus Lettland, Ungarn, Schweden, Österreich und Dänemark exportiert.
 
Weizenpreise an den Exporthäfen unter Druck
In der Europäischen Union stehen die Weizenpreise zum Beginn der zweiten Septemberwoche unter Druck. Am Montag Nachmittag (08.09) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am Terminmarkt in Paris noch knapp 170 Euro/t und damit fast 2,00 Euro/t weniger als am letzten Freitag. Gleichzeitig sind die Preise jetzt 18 Euro niedriger als Anfang September 2013 (188 Euro). Am Großmarkt in Hamburg handelte man den Brotweizen mit 12 % Protein für den Septembertermin am Montag (08.09) mit 180 Euro/t und damit 4 Euro niedriger als vor einer Woche (184 Euro). Die Preisvorstellungen für Brotweizen (12 % Protein) zur die Anlieferung im November lagen am Montag bei 182 Euro/t (Vw. 186 Euro). Für A-Weizen mit 13 % Protein (September) wurden in Hamburg 185 Euro (Vw: 188 Euro/t) geboten und Futterweizen wurde mit 168 Euro/t (Vw.174 Euro) notiert. Im Großhandel in Frankreich kostete der Brotweizen mit 11 % Protein am wichtigsten Handelsplatz in Rouen 169 Euro/t (Vw: 172 Euro/t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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