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Analyse

Weltweite Weizenproduktion 14/15 reicht nicht

von , am
28.04.2014

© Wagner
Die Weizenproduktion weltweit wird in der kommende Ernte 2014 geringer ausfallen. Gegenüber der IGC-Schätzung vor vier Wochen erwarten die Londoner Experten nun drei Mio. t weniger. [[mehr]]
 
In ihrer aktuellen April-Schätzung erwartet der IGC nun 697 Mio. t Weizen. Gegenüber dem laufenden Wirtschaftsjahr sind dies sogar 12 Mio. t weniger. Wesentlicher Grund für die geringere Produktionsmenge ist, dass für die Ernte 2014 eher mit durchschnittlichen Erträgen zu rechnen sei, nachdem in der Ernte 2013 das Ertragsniveau überdurchschnittlich war. Da der Weizenverbrauch auf 701 Mio. t steigen soll, wird die Weizenernte 2014 nicht ausreichen.
 
Daher werden die Endbestände an Weizen wieder leicht um 4 Mio. t auf 187 Mio. t zurückgehen. Das Verhältnis von Bestand zu Verbrauch fällt somit auf 26,6 Prozent, nachdem es in diesem Wirtschaftsjahr 27,5 Prozent betrug. Allerdings soll der Weizenhandel um 7 Mio. t geringer ausfallen. Grund dafür sei der geringere Importbedarf der Chinesen im kommenden Wirtschaftsjahr.

Mehr EU-Weizen

Im Gegensatz zur weltweiten Entwicklung schätzen die IGC-Experten die EU-Weizenernte 2014/15 auf 158,6 Mio. t. Das wären über 3 Mio. t mehr als im laufenden Jahr. Da mehr Weizen in den Futtertrog fließen soll, wird auch der Verbrauch insgesamt auf 123 Mio. t zunehmen.
 
Im Gegenzug fallen jedoch die Exportmöglichkeiten mit 25,3 Mio. t gegenüber gut 31 Mio. t derzeit geringer aus. Daher gehen die Londoner Experten davon aus, dass die Endbestände an EU-Weizen auf 10,3 Mio. anwachsen könnten. Für dieses Jahr rechnen sie mit 9,0 Mio. t.
 
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