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Analyse

EU/Ernte 2014: Sehr hohe Zucker-Rübenerträge erwartet

von , am
29.08.2014

Die Ertragsprognosen für die europäische Zuckerrübenernte 2014 liegen vor Erntebeginn deutlich über dem Vorjahr und auch über dem langjährigen Mittel.

© landpixel
 
Die Ertragsprognosen für die europäische Zuckerrübenernte 2014 liegen vor Erntebeginn deutlich über dem Vorjahr und auch über dem langjährigen Mittel. Verantwortlich für den erwarteten Produktionszuwachs ist neben den hohen Erträgen auch die Ausweitung der Anbaufläche (speziell in Deutschland) gegenüber 2013 um etwa 3 Prozent. Damit ist die Anbaufläche allerdings immer noch etwas kleiner als 2012. Von den sechs größten Rübenproduzenten der Europäischen Union: Frankreich, Deutschland, Polen, Vereinigtes Königreich, Niederlande und Tschechien, liegen die Ertragserwartungen mit Ausnahme von Polen deutlich höher als im letzten Jahr und auch höher als im langjährigen Mittel.
 
Fast 5 Prozent höhere Erträge als 2013
Die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS hat Ende August auch seine Ertragsprogosen für Zuckerüben aktualisiert und damit auch die Erwartung an die europäische Zuckerrübenernte 2014. Der für die EU 28 insgesamt prognostizierte Zuckerrübenertrag liegt im August bei 72,18 t/ha und damit geringfügig niedriger als in der Juliprognose mit 72,59 t/ha. Ursache ist hauptsächlich die Abwärtskorrektur der Erträge für Polen. Dennoch ist das Gesamtergebnis ganz hervorragend, zumal die übrigen fünf großen europäischen Produzenten durchweg sehr gute Erträge erwarten. Das Vorjahresergebnis von 67,94 t/ha wird derzeit um 4,5 % übertroffen. Außerdem liegt die aktuelle Ertragsschätzung 4,1% über dem langjährigen Mittelwert von 69,36 t/ha.
 
Deutschland und Frankreich mit Spitzenerträgen
Für Deutschland erwarteten die Experten von MARS in der Augustschätzung einen durchschnittlichen Rübenertrag von 71,38 t/ha und damit einen nochmals um 2,5 % höheren Ertrag als im Juli mit 69,58 t/ha. Das schwache Jahr 2013 (63,88) wird mit den erwarteten Erträgen um knapp 12 % übertroffen. Das langjährige Mittel (68,06) würden die Landwirte in Deutschland mit dem erwarteten Ergebnis um knapp 5 % übertreffen. Den französischen Ertragsdurchschnitt erwartet MARS im August sogar bei 90,82 t/ha und damit etwas niedriger als zur Juli-Schätzung mit 91,58 t/ha. Die französischen Rübenerträge aus dem Vorjahr (85,40) würden mit der neuen Ernte jedoch um 6,3 % deutlich übertroffen, ebenso wie das das langjährige Mittel (88,10). Deutlich niedrigere Erträge als im Juli (56,70) prognostizierte MARS im August mit 52,79 t/ha in den Polen. Das Vorjahresergebnis (52,90) würde damit jedoch fast erreicht und auch im langjährigen Vergleich (52,08) sind die polnischen Erträge relativ stabil.
 
Gute Prognosen für UK,  Niederlande und Tschechien
Für das Vereinigte Königreich erwarteten die Experten von MARS im August einen Durchschnittsertrag von 70,54 t/ha und damit einen leichten Rückgang gegenüber der Juli-Schätzung (71,27). Das Vorjahresergebnis (68,40) würden die Briten dennoch um 3,1 % übertreffen, im langjährigen Vergleich (68,03) sind die Erträge im Vereinigten Königreich sogar 3,7 % höher. Die Ertragsprognose für die Niederlande hat MARS im August-Report mit 80,74 t/ha (Juli: 80,44) leicht nach oben gesetzt. Damit wären die niederländischen Rübenerträge rund 6,2 % höher als im letzten Jahr (76,0) und 4,3 % höher als im langjährigen Mittel (77,43). Für Tschechien prognostizierte MARS im August mit 62,90 t/ha (Juli: 64,03) knapp 5 % höhere Erträge als 2013 (60,0). Im langjährigen Vergleich (59,66) sind die tschechischen Erträge 5,4 % höher. In Belgien, der Nummer 7 unter den europäischen Rübenanbauern, erwartet MARS mit 77,21 t/ha einen Anstieg der Erträge gegenüber 2013 (74,04) um gut 4 % und für Österreich liegt die aktuelle Schätzung bei 72,18 t/ha nach 67,94 t/ha im Vorjahr und 69,36 t/ha im langjährigen Mittel.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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