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Analyse

Europäische Zuckerrübenernte deutlich größer als 2013

von , am
28.10.2014

Die Ertragsprognosen für die europäische Zuckerrübenernte 2014 liegen Ende Oktober weiter deutlich über dem Vorjahr und auch deutlich über dem langjährigen Mittel.

In diesem Jahr werden europaweit sehr gute Rübernerträge erzielt. © Mühlhausen/landpixel
Die Ertragserwartungen für die europäische Zuckerrübenernte 2014 liegen Ende Oktober weiter deutlich über dem Vorjahr und auch deutlich über dem langjährigen Mittel. Neben den deutlich höheren Erträgen als 2013 wurde auch die Anbaufläche gegenüber 2013 ausgedehnt. Bei den sechs größten Rübenproduzenten der Europäischen Union: Frankreich, Deutschland, Polen, Vereinigtes Königreich, Niederlande und Tschechien, übertreffen die aktuellen Ertragsdaten (mit Ausnahme von Polen) die Ergebnisse aus dem letzten Jahr eben so wie das langjährige Mittel. Für Deutschland hat die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS die erwarteten Rübenerträge im Oktober sogar nochmals um 3,5 % nach oben gesetzt.
 
Knapp 8 Prozent höhere Erträge und größere Fläche
Die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS hat Ende Oktober die Prognosen für die Zuckerrübenerträge in der EU aktualisiert und damit auch die Erwartung an die europäische Zuckerrübenernte 2014. Der für die EU 28 prognostizierte Zuckerrübenertrag lag Ende Oktober bei 73,16 t/ha und geringfügig niedriger als in der September-Prognose mit 73,41 t/ha. In einigen wichtigsten Erzeugerländern wurden die Erträge leicht nach unten korrigiert. Die relativ schwachen Erträge des Jahres 2013 von 67,94 t/ha werden derzeit um 7,7 % übertroffen. Gleichzeitig liegt die aktuelle Ertragsschätzung 5,5 % über dem langjährigen Mittelwert von 69,36 t/ha. In Verbindung mit der Anbauausweitung dürfte auch die europäische Zuckerrübenernte 2014 deutlich größer als 2013 und ausfallen.
 
Deutschland Erträge weiter nach oben gesetzt
Für Deutschland ermittelten die Experten von MARS im Oktober einen durchschnittlichen Rübenertrag von 74,80 t/ha und damit einen nochmals um 3,5 % höheren Ertrag als im September mit 72,30 t/ha. Das schwache Jahr 2013 (63,88) wird mit den erwarteten Erträgen um gut 17 % übertroffen. Das langjährige Mittel (68,06) würden die Landwirte in Deutschland mit dem erwarteten Ergebnis um knapp 9,9 % übertreffen. Den französischen Ertragsdurchschnitt erwartet MARS im Oktober bei 90,51 t/ha und damit etwas niedriger als zur September-Schätzung mit 93,56 t/ha. Die französischen Rübenerträge aus dem Vorjahr (85,40) würden mit der neuen Ernte um 6,0 % übertroffen, ebenso wie das langjährige Mittel (88,10). Eben so hohe Erträge wie im September (56,70) prognostizierte MARS im Oktober mit 52,79 t/ha in den Polen. Das Vorjahresergebnis (52,90) würde damit jedoch etwa erreicht und auch im langjährigen Vergleich (52,08) sind die polnischen Erträge relativ stabil.
 
Leichte Korrekturen in den Niederlanden und Tschechien
Für das Vereinigte Königreich erwarteten die Experten von MARS im Oktober einen Durchschnittsertrag von 72,23 t/ha und keine Veränderung gegenüber der September-Schätzung (72,28). Das Vorjahresergebnis (68,40) würden die Briten dennoch um 5,6 % übertreffen, im langjährigen Vergleich (68,03) sind die Erträge im Vereinigten Königreich 6,2 % höher. Die Ertragsprognose für die Niederlande hat MARS im Oktober-Report mit 82,71 t/ha (Sept:: 82,91) ebenfalls leicht nach unten gesetzt. Damit wären die niederländischen Rübenerträge rund 8,8 % höher als im letzten Jahr (76,0) und 6,8 % höher als im langjährigen Mittel (77,43). Für Tschechien prognostizierte MARS im Oktober mit 63,00 t/ha (Sept: 63,71) 5,0 % höhere Erträge als 2013 (60,0). Im langjährigen Vergleich (59,66) sind die tschechischen Erträge 5,6 % höher. In Belgien, der Nummer 7 unter den europäischen Rübenanbauern, erwartet MARS mit 77,29 t/ha einen Anstieg der Erträge gegenüber 2013 (74,04) um gut 4,3 % und für Österreich liegt die aktuelle Schätzung bei 73,16 t/ha nach 67,96 t/ha im Vorjahr und 69,36 t/ha im langjährigen Mittel.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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